Die ersten Wochen

Portrait von Banou

31.12.07 Banou ist 15 Wochen alt

Das war ein toller Tag heute! Mittags sind wir heute mal ins Feld nicht in den Wald. Diese Strecke bin ich noch nie gleaufen. Papa hat gesagt, da haben sie mich besser im Blick. Sie würden auch besser sehen was sonst so kommt. Keine Ahnung warum. Da war Platz. Da konnte ich springen. Wenn Mama gerufen hat, bin ich auch immer ganz brav gekommen.
Irgendwann sind wir dann auf eine große Wiese. Da gab es so einiges zu entdecken! So kleine graue Tiere waren da unterwegs. Hoppla! Ich wollte eins fangen. Husch war es in einem Loch verschwunden! Komisch, so Löcher kenne ich noch gar nicht. Die muss ich doch mal genauer beschnüffeln!
Was will denn Mama jetzt mit ihrem Käse. Diese Löcher sind doch viel interessanter! Na ja, widerwillig gehe ich halt doch mit.
Juhu, da ist ja schon wieder so was interessantes! Ein ganz großer Berg! Ich habe gar keine Angst. Das riecht!!!! Oh, das schmeckt ja auch!
Keine Ahnung warum sich Mama und Papa aufregen! Die schreien Pfui und Hui und Hier und Komm! Sie wedeln mit den Leckerle und dem Käse. Das weis ich doch schon längst wie das schmeckt. Spielverderber!

30.12.07 Wieso, weshalb, warum, vielleicht

Heute wollen wir in die Stadt: Aber so richtig in die Stadt! Wir fahren los. Heute über die Autobahn. Banou ist unruhig im Heck. „Warum ist der Hund so unruhig?“
„Das legt sich gleich. Das ist immer so in den ersten Minuten.“
Es legt sich nicht. „Der Hund ist ganz nervös! Tu doch was!“
„Was soll ich denn tun? Vielleicht freut sie sich, dass wir etwas unternehmen. Vielleicht ist sie auch nervös, weil wir auf der Autobahn fahren.“
Banou wird nicht ruhiger. „Soll ich auf den nächsten Parkplatz fahren? Vielleicht muss sie einen Haufen. Oder hat sie einen gemacht? Du weist es nicht? Warum weist du das nicht?“
Na ja. Irgendwann sind wir in der Stadt. Banou das erste Mal im Parkhaus. Autos sind ja bekannt, aber nicht in so einer Umgebung. Banou macht es toll. Wir raus auf die Straße. So eine richtige Straße! Verkehr auf vier Spuren. Kreuzungen mit Zebrastreifen und Ampeln die Geräusche machen. Wienerle, Wienerle……….
Weiter gehts in eine Fußgängerzone. Heute ist nicht besonders viel los. Aber es reicht! Menschen in allen Variationen. Kinderwagen, Werbetafeln, Geräusche, Vögel und Hunde. Es gibt Wienerle, Wienerle. In so einem Fall muss es etwas Besonderes sein! Dann diese Bäume, Inseln und Blumenkübel. Voll mit dem Duft der großen, breiten Hundewelt!
Banou wird zunehmend unruhiger. „Warum ist der Hund so nervös? Das ist bestimmt schon zuviel. Du mit deinen Ideen!“
Plötzlich! Ohne Vorwarnung. Banou senkt ihr Hinterteil und es spritzt! Rotbraune Kleckse! Schön verteilt. So eine Soße! Das jetzt wegmachen? Dieses klitschige Wabbel, Schwabbel? Alle verfügbaren Papiertaschentücher werden eingesetzt.
Gleich da vorne ist ein Mülleimer. Meine Hände sind auch etwas bräunlich. Irgendwo findet sich noch ein Taschentuch. Das wäre geschafft!
Vielleicht hat sie das schon im Auto gedrückt. Vielleicht war doch alles zuviel. Vielleicht hat sie zuviel Wienerle gegessen. Vielleicht, Vielleicht………
Zu meiner Überraschung, gab es bisher keine grapschenden Hände. Doch, da kommen sie! Ach, was für ein süßer Hund! Was für eine Rasse? Warum haben Sie sich für diese Rasse entschieden? Ach wenn sie doch nur so klein bleiben würden. Wie groß werden die denn?
Es bleiben noch mehr Leute stehen. Info – Gespräch in der Fuzo. Gut, dass es jetzt diese praktischen Visitenkarten, der KZG gibt. Einfach ideal für Handtasche oder Geldbeutel.
Interessierte Menschen gibt es überall! Vielleicht!?

29.12.07

Heute lebt Banou fünf Wochen bei uns. Meine Güte ist die Kleine groß geworden! Sie kann hinten aus dem Auto schauen, ohne sich irgendwo hochzustellen. Den Tag hat sie bestimmt herbeigesehnt. Banou schaut gerne! Von der Terasse, durch die Terassentür, aus dem Auto, aus dem Fenster………….

Banou ein Polarhund?

Seit einer Woche ist es knackig kalt. Am Samstag hatten wir einen Tiefstwert von 9,8 Grad minus. Banou findet es einfach toll! Sie zeigte vom ersten Tag an, dass sie gerne alleine draußen ist. Das finde ich toll. Andora wollte nie alleine draußen sein. Ihr hat es nur Spaß gemacht, wenn wir auch im Garten waren.
Banou hat erkannt, dass es dort viel mehr zu sehen gibt. Irgendwo bewegt sich immer etwas. Sie liegt oder sitzt dann ganz aufmerksam und still auf der Terasse. Nichts entgeht ihr. Zu unserer Zufriedenheit merkt aber nicht jeder, dass da ein Hund ist.
Nun ist es ja seit Tagen fürchterlich kalt. Deshalb habe ich ihr eine dicke Styropor-Platte und eine alte Decke auf die Terasse gelegt. Sie findet es einfach super! Wenn dann noch die Sonne auf ihr Plätzchen scheint, macht Banou eine ganz zufriedenen Eindruck.

24.12.07 Banou ist 14 Wochen alt

Mein Herzenwunsch: Ich möchte meine Haarfarbe, der von Banou angepasst haben. Jetzt mache ich mir bestimmt schon zwei Wochen Gedanken wie ich das meiner Friseuse beschreiben soll. Das einfachste wäre ja, ich würde Banou mitnehmen. Meine Friseuse hat aber Katzen. Es ist mir nicht bekannt, ob diese hundefreundlich sind. Das Ergebnis meiner Überlegungen:
An den Schläfen beginnen wir mit Wollweiß. Das ist ideal für die Grauen. Der Ansatz wird dann nicht so sichtbar. Dann gehen wir langsam über zu einem warmen Caramelton. In der Schädelmitte erreicht die Farbe ihren Höhepunkt in einem Fuchsrot. Die Spitzen müssen in einem extra Arbeitsgang dunkel gefärbt werden. In den nächsten Monaten muss ich mir am Nacken einen Schwanz wachsen lassen. Das wird dauern, weil die Haare momentan ganz kurz sind. Der Schwanz wird von unten in wollweiß gehalten. Von oben betrachtet wird er caramel und bekommt ganz feine dunkle einzelne Farbstriche. Etwa in der Mitte soll ein etwas größerer dunkler Fleck sein. An dem spitz zulaufenden Ende ebenso.
Ob meine Friseuese das hinbekommt? Wenn, wird es eine Sitzung von mehreren Stunden. Dazu kostet es einen ganzen Batzen Geld. Aber, was tut man nicht alles um die Preisrichter zu beeindrucken!

30.12.07 Ich wurde inzwischen gefragt, ob ich das ernst meine, mit der Haarfarbe und dem Schwanz? Tja, nehmen Sie es als Weihnachtsrätsel.

23.12.07 Fototermin im Wald

Banou passt farblich wunderbar zur Naturkulisse im Wald. Heute war ideales, sonniges Frostwetter. Wir mit Foto in den Wald. Es gibt tolle Bilder. Von den Blättern hat man teilweise jede Ader gesehen. Von Banou war so ein beiger Fleck links unten. Auf einem anderen Bild: Banou wunderbar getroffen! Super Poträtaufnahme! Es ist zwar nur der halbe Kopf zu sehen, aber was macht das schon. Banou von hinten. Ein schöner Rücken kann auch entzücken!


Einige Bilder sind zum Glück doch etwas geworden!


Da man beim fotografieren mit dem Hund auf Augenhöhe sein soll, hatte ich nasse Knie und einen nassen Hintern. Es hat riesigen Spaß gemacht!!!

22.12.07 Vier Wochen mit Banou

Um aus diesem kleinen Wollknäuel eine ehrenwerte Eurasier-Lady zu machen haben wir erst einmal in entsprechendes Personal investiert. Wir benötigen: Futtermeister, Zahlmeister, Gartenaufseher, Haufensammler, Küchen-Mamsell, Erzieherin, Chauffeur zu diversen Terminen, Begleitschutz, Spielpartner verschiedener Art, Lehrbücher, Ausbilder, Privatschulen, Fotokurs und Fotografen, Turngeräte-Wart, Schuhputzer, Wachpersonal für Socken und Schuhe .

Wir haben: Glücksgefühle, Kuschelstunden, Abenteuer, Grinsegesichter, Herzklopfen, Bisswunden, Gesichtswaschungen, Frust- und Erfolgserlebnisse, stolz geschwellte Brust, Überraschungen, Liebesbeweise, Erstaunen, Diskussionen, Gesprächsthemen.
Gelegentlich müssen wir auch mal ein ernstes Gesicht aufsetzen. Dazu einen entsprechenden Ton produzieren. Meistens fällt dies sehr schwer, weil wir innerlich total am Grinsen sind. Das gibt die perfekte Erziehung! Wir werden es erleben, oh je.

22.12.07 Was für ein Ungeheuer

Holzanlieferung mit Traktor. Das Geräusch des anfahrenden Traktors ist schon Grund zur Flucht. Dann fährt dieses Ungeheuer in den Hof. Die Männer werfen das Holz herunter. Reaktion von Banou: „Was ein Krach! Nur nicht in die Nähe kommen!“
Da bin ich und besondere Leckerle gefordert. Die letzten beiden Scheiben Hühnerbrust müssen herhalten. Es wirkt! Von der Wiese locke ich Banou Stück für Stück bis zum Traktor. Dann macht er zur Abfahrt den Motor an! Hui! Der Traktor in die eine und Banou in die andere Richtung! Philipp schafft dann das Holz mit dem Schubkarren aus dem Hof. Banou immer dabei. Es macht ihr Spaß! Sie fordert sogar den Schubkarren zum Spielen auf. Gelegentlich fallen auch mal Holzstücke herunter, oder Philipp macht extra Krach! Banou findet es ganz toll! Nach so viel Arbeit ist sie hundemüde.

21.12.07 Erster Restaurantbesuch

Philipp war seit zwei Wochen nicht mehr mit Hund und Auto unterwegs. Er hat vielleicht gestaunt! Banou lässt sich anstandslos an die Leine nehmen! Banou sitzt freudig wedelnd vor dem Auto und kann es kaum erwarten einzusteigen! Banou macht im Kofferraum Sitz und Bleib. Ich kann ganz entspannt die Klappe zumachen. Muss keine Angst haben, dass Banou flüchten will und ich ihren Schädel mit der Klappe zertrümmere. Philipp: „Was ist denn hier passiert? Keine Sicherheitsleine? Keine Probleme? Hab ich was entscheidendes verpasst? Wieviele Kilo Leckerle hat denn das gekostet?“ Darauf ich: „Schon einige, aber ganz so schlimm war es auch wieder nicht.“

Über den Restaurantbesuch lesen sie bitte auf der Seite: „Erziehung“
Wenn ich es schaffe, erzähle ich Ihnen auch noch, wie das war mit den vielen Leckerle!
Es müssen auf jeden Fall besondere Leckerle sein!!!

18.12.07 Kontrast Stadt

Das ist schon etwas Anderes. Wenn wir bei uns in den Wald gehen, treffen wir oft Niemanden. In der Stadt gibt es Menschen aller Art und viele Geräusche. Da muss Banou erst mal auf´s Neue staunen. Wir gehen auch wieder über ein paar Gitter. Das macht sie locker. Ich habe meiner Logopädin versprochen, Banou vorzustellen. Das steht heute auf dem Programm.
Die Treppe ist schwer zu nehmen. Sie ist aus weißem Marmor mit offenen Stufen. Mit viel Leckerle schaffen wir uns Stufe für Stufe nach oben. Wir sind beide etwas abgekämpft und sind froh, erst mal im Wartezimmer zur Ruhe zu kommen. Wieder begeisterte kleine und große Menschen.
Wir müssen auch in das Geschäft mit dem vielen Nippes. Dort kaufen wir, über das Jahr, viele Geschenke für alle Gelegenheiten. Hätte ich direkt vor dem Haus einen Parkplatz bekommen, wäre Banou im Auto geblieben. So aber, war mir die Sache zu riskant. Vor der Tür ist es noch gefährlicher!
Der Chef erlaubt uns größzügig, dass Banou mit reinkommen darf. Sie hält sich ganz dicht bei mir und benimmt sich vorbildlich.
Den Rückweg zum Auto, nutzen wir noch für eine andere Vorstellung. Hier geht alles spielend. Banou hat ihre Aufgaben wieder gut gemeistert.

15.12.07 Banou lebt jetzt seit drei Wochen bei uns

In den beiden ersten Wochen war sie ja nur lieb und hat uns mit ihrem Charme umgarnt.

Aber so langsam……………………

Über ihre Streiche werde ich unter der Ruprik: Die ersten Tage berichten.

Ich habe dort verschiedene Schlagwörter eingerichtet, unter denen ich die Entwicklung in den ersten Wochen beschreiben werde. Viel Spaß!

07.12.07

Heute hat meine Mutter Geburtstag. Deshalb stand an: Besuch in einer fremden Wohnung. Banou hat das WZ abgeschnüffelt. Ich habe mich mal an ein ruhiges Eck gesetzt. Dort in der Nähe hat sie sich dann platziert. Körper um ein Möbelbein gebogen. Kopf hinter einen Gymnastikball gesteckt und wunderbar geschlafen. Mein Sohn Sascha kam etwas später. Banou hat nicht mal den Kopf gehoben. Nach dem Kaffe kamen noch zwei Frauen mit Kind. Sie haben sich allerdings nicht lange aufgehalten. Banou völlig souverän und desinteressiert. Schaut mal kurz auf. Das war´s auch schon! Was für ein Hund!
Meine Schwiegertochter Steffi ist übrigens schon viel weiter als mein Sohn in Banou´s Gunst. So ein Frust! Das ist er nicht gewohnt!
Es hat sich spontan ergeben, dass Steffi in einem Geschäft in der Nähe noch etwas einkaufen möchte. Also fahren wir hin. Banou und ich in Philipp´s Auto. Ich versuche erst gar nicht, ob ich mit Hund in das Geschäft darf. Es gibt dort soviel Nippes, dass ich es nicht für angebracht halte. Wir nutzen die Zeit im Freien um zu üben. Sitz am Fahrbahnrand. PKW sind völlig in Ordnung. Ein LKW auf diese kurze Distanz ist schon eine Herausforderung. Aber wir schaffen das. Ganz zufällig finden wir eine super Übung: Über Gitter gehen. Wau hier hat es Gitter ohne Ende. An sämtlichen Geschäften sind mehrere Gitter in den Gehweg eingelassen. Banou nimmt sie ganz locker. Wir wechseln die Straße und kommen an andere Gitter. Oho, die sind nicht so locker zu nehmen. Sie bestehen aus relativ großen quadratischen Löchern. Kein Genuss für kleine Hundepfoten. Da ist schon etwas mehr Einsatz meinerseits und der Leckerle erforderlich. Aber das dritte und vierte Gitter, dieser Art, meistert Banou locker. Na super! Da gehen wir doch gerade den gleichen Weg wieder zurück. Mit so einem Welpen entdeckt man die Welt völlig neu. Ich bin dort schon hunderte Male gegangen. Von Gittern habe ich bisher nichts bemerkt. Philipp und Steffi haben inzwischen ihre Einkäufe erledigt.
Unsere nächste Station ist die Katholische Bücherei im Nachbarort. Philipp ist dort ehrenamtlich tätig. Natürlich soll Banou dort auch vorgestellt werden. Grapsch, Grapsch! Hände, die von oben kommen, mag Banou nicht. „ Ach was ein süßer Kleiner! So ein weiches Fell! Ach, wie niedlich!“ Das Übliche eben.
Banou, erst mal völlig locker, erkundet die Räumlichkeiten. Dann gehe ich die Treppe hoch. Banou drei Stufen hinterher und wieder zurück! Damit habe ich nicht wirklich gerechnet. Nun folgt ein Geduldsspiel. Viele, viele, viele gute Wort und ein paar Leckerle sind nötig um die Scheu zu überwinden. Aber nach vier etwas mühsamen Stufen, geht es wie von selbst. Im OG sucht sich Banou ein Plätzchen und legt sich gelangweilt hin, während ich in den Regalen stöbere. Plötzlich hört sie jemand auf der Treppe und spitzt die Ohren! Freudige Bewegung! Sie hat Philipp am Schritt erkannt! Große Freude beiderseits!
So hatten wir wieder ein interessantes Programm, das sich einfach so ergeben hat.

Nikolaus für Banou

Liebe Leser, mir ist durchaus bewusst, dass Sie alle den tollsten, liebsten, schönsten und wundervollsten Hund unter dem Sternenhimmel haben. Deshalb bitte ich Sie mir zu verzeihen, falls Sie den Eindruck gewinnen, dass ich hier mit stolzgeschwellter Brust oder einem Anflug von Größenwahn schreibe.
Heute ist also Nikolaus, was mir allerdings erst im Laufe des Nachmittags klar wurde. Für Banou (und mich) habe ich wieder ein interessantes Programm zusammengestellt. Am Vormittag sind wir erst mal in den Wald. Begegnet ist uns niemand. Aber seit gestern hat mein Hund kapiert, dass man dort das Ergebnis des Verdauungsprozesses ablegen kann. Wahnsinn! Bisher hat sie den heimischen Garten als Ablageplatz bevorzugt.
Danach haben wir Sheela, der Nachbarshündin einen Besuch abgestattet. Heute hat Banou schon wesentlich mehr Vertrauen gezeigt. Sheela ist ein Goldstück. Ihre Spielanimation wirkt wohl sehr groß und plump auf Banou. Aber Scheela legt sich auch ganz geduldig auf den Rücken. Banou hat sie heute schon an der Schnauze geleckt, am Schwanz gezubbelt und den Körper abgeschnüffelt. Mal sehen wie es das nächste Mal klappt.
Kurz darauf kommt eine Bekannte. Sie hat Bestechungsmittel dabei. Es wirkt! Zu meiner Überraschung nimmt Banou schnell Kontakt auf. Normalerweise verhält sie sich sehr distanziert.
Am Nachmittag kommt mein älterer Sohn. Ihm macht sie es immer noch sehr schwer! Auch mit Leckerle hat er große Mühe Banou´s Vertauen zu gewinnen. Dabei ist er der absolute Hundemensch. Aber hier muss er sich richtig anstrengen.
Wir trinken gemütlich Kaffee. Danach haben wir Großes vor. Banou´s erster Stadtbesuch steht an. Auf dem Weg liegen ein paar Besorgungen. Wir üben zum dritten Mal: Hund wartet alleine im Auto. Weil Banou so brav im Auto sitzt wird sie mit einem Teddybär verwechselt. Als ich näher komme entsteht Bewegung bei dem Bärchen: „Huch, das ist ja ein kleiner Hund! Ach wie süüüß! Was ist das für eine Rasse?“ Liebe Leser, sie kennen das ja alle.
Logischerweise steuern wir in der Stadt erst mal einen Parkplatz an. Autos, Autos, Autos eigentlich kein Problem. Am Straßenrand schön Sitz und Leckerle. Dann in die Fußgängerzone. So viele verschiedene Menschen auf einem Haufen hat Banou noch nie gesehen. Sie nimmt es relativ gelassen. Sobald ich merke, dass es zuviel wird, machen wir am Rand Sitz und es gibt Leckerle. Ach so, ich bleibe stehen und Banou bekommt Leckerle. So geht es immer weiter. An geschmückten Tannenbäumen, gut riechenden Blumenkübeln, Werbetafeln, vielen begeisterten Händen, kichernden Teenagern, Menschen mit Regenschirmen und und und vorbei. Wir treffen sogar Leute, die Eurasier kennen! Man staune! Es sind auch Hunde unterwegs. Einer kommt zum schnubbern. Einer mag angeblich keine Hunde. Die anderen werden ignoriert. Ich erzähle natürlich allen, dass dies heute unser erster Stadtbesuch ist. Die Leute sind erstaunt, wie gut Banou schon hört. Wir werden auch gefragt, ob Banou extra für den Stadtbummel so schön gekämmt ist. Ich erkläre, dass dies bei dem Welpenfell noch nicht nötig ist. Es wird aber zu Übungszwecken regelmäßig durchgeführt.
Wir besuchen ein (mir) bekanntes Fotogeschäft. Große Begeisterung! Viele Hände! Auch Männerhände werden toleriert.
Ein paar Meter weiter ist was los! Da steht der Nikolaus. Uninteressant! Auf einem kleinen Platz sind verschiedene Buden. Dazwischen einige Menschen mit Nikolausmützen. Ein kleines Kinderkarussell findet Banou schon beachtlich. Wir stellen uns an einen geschützten Platz und schauen zu, was da passiert. Es dreht sich bunt herum. Die Musik spielt auch dazu. Leckerle, Leckerle!
Wir gehen weiter und kommen an ein kleines geschmücktes Zelt. Darin stehen im Halbkreis Bänke. Wir setzen uns und beobachten. Leckerle, Leckerle! Gleich soll gesungen werden. Es kommen immer mehr Mütter mit Kindern und Kinderwagen. Dazwischen der Nikolaus. Zwei junge Mädchen mit Keybord und Gitarre. Liedblätter werden verteilt. Wieder viele Hände und begeisterte Gesichter. Banou wie üblich sicher unter der Bank. Nachdem sie die Lage überblickt hat, will sie von sich aus in die Gruppe. Wir hocken uns zwischen eine Schar Kinder auf den Boden.
Auf der Bank eine alte Dame mit Gehwagen. Sie hat gute Tipps für uns. „Sie müssen dem Hund Bananen, Äpfel und Mandarinen geben. Das sind Vitamine. Der kleine Hund braucht das. Jetzt gewöhnt er sich noch gut daran.“
Wir verlassen das Zelt und gehen wieder zurück. Bald treffen wir wieder den Nikolaus umringt von einer Engelschar. Die Engel sind ganz begeistert von Banou. Sie schenken ihr sogar einen großen Schokolade-Nikolaus. (Endlich mal ein Leckerle für mich.)
Als nächstes setzen wir uns in ein Straßencafe´. Mir ist nicht ganz klar ob es Banou ist, die den Kellner so verwirrt. Ich bestelle eine heiße Schokolade. Er fragt: „Kalt?“ Ich: „Warm wäre mir lieber!“
Hier stelle ich auch fest, dass so ein Welpe als Flirtassistent durchaus geeignet ist. Wenn die Männer dann noch hören, dass sich Banou sehr distanziert gegenüber dieser Gattung verhält, wollen sie es genau wissen. Aber; kein Interesse von Banou. Enttäuschung auf der anderen Seite.
Die alte Dame mit dem Gehwagen kommt vorbei. Ich grüße mit: „Hallo, da sind wir wieder!“ „Ach der Strolch! Passen Sie nur gut auf! Es regnet! Sie müssen ihn gut abreiben, wenn Sie nach Hause kommen! Nicht dass er eine Lungenentzündung bekommt!“ „ Das werde ich machen. Danke für den Tipp!“ Die alte Dame zieht zufrieden ihres Weges. Heute konnte sie mal ihre Erfahrungen an das junge Volk weitergeben. Man lernt ja nie aus!
Wir ziehen auch weiter. Juhu, da sehe ich das Nikolausgeschenk für Banou. Vor einer Parfümerie hängt ein kleiner Drache. Ideal zum Schütteln. Alles an ihm ist weich und wackelig. Zwei Beine, zwei Arme, zwei Flügel ein Schwanz mit Zacken und eine dicke Knubbelnase. Er wird Banou gefallen. Mindestens so gut, wie Banou den Menschen in der Parfümerie gefällt.
Am Parkplatz ist ein Grünstreifen. „Oh Banou, da kannst du Gassi machen!“ Ich kann es kaum glauben. Banou macht einen Haufen!!! Das Ereignis, obwohl gerade direkt daneben ein Auto einparkt. Ach bin ich stolz!!! Immerhin ist Banou erst 11,5 Wochen alt und lebt seit 12 Tagen bei uns!!!
Der nächste Programmpunkt: Autofahrt zum Tierarzt. Wir betreten das Wartezimmer. Dort treffen wir auf Balu, einen halbstarken Husky. Banou wie üblich, erst mal unter den Stuhl. In aller Ruhe die Lage peilen. Balu kommt näher. Immer näher! Balu und Banou Schnauze an Schnauze. „So ein Fatzke! Was bildet der sich ein? Blaff, blaff!“ Wieder begeisterte, diesmal grüne Menschen. Bei unserem Tierarzt laufen alle in grünen OP Kitteln herum. Wieder Hände. Banou soll auf die Waage. Leckerle, Leckerle gibt es von mir unten. Die Helferin liest oben ab. Banou wiegt 6.750 Gramm. Wir werden ins Sprechzimmer gebeten. Hatte ich zwar gar nicht vor. Na ja, wenn wir schon da sind. Mir schießt es durch den Kopf: „ Oh Gott, der Tierarzt ist ein Mann. Das wird was werden!“ Es wird was! Er kommt rein. Freundliche Begrüßung. Leckerle, Leckerle. Ich fasse es nicht! Banou ist freundlich und aufgeschlossen! So was! Zeigt sich von ihrer besten Seite! Schön Zähne zeigen! Er ist begeistert!
Zur Übung setze ich Banou dann noch mal auf die Waage. Sie bleibt wunderbar sitzen.Ich sage: „Komm Banou, wir gehen.“ Keine Reaktion. Wiederholung. Aha, ich verstehe! Ohne Leckerle macht Banou heute nichts mehr!

Das Glück hat einen Namen! Was für ein Tag! 4.12.07

Ich hatte eine gute Nacht und bin schon mit einem Glücksgefühl aufgewacht. Blick auf den Wecker: Halbacht! Was für ein tolles Mädchen. Banou lebt jetzt seit 10 Tagen bei uns. Sie hat sich in dieser Zeit total an unseren Lebensrythmus angepasst. Ich kuschle noch ein bißchen.
Banou meldet sich. Mein Mann lässt sie raus und macht ihr Frühstück. Die Zeit kann ich nutzen und bin immer noch am kuscheln. Aber irgendwann muss ich auch aus den Federn.
Banou und ich machen eine Spielrunde durch den Garten. Ich singe laut: „Das Glück hat einen Namen: Banou, Banou!!! Das Glück hat einen Namen: Banou. Banou!!!“

Plötzlich – Nachbars Riesenkalb in unserem Garten!!!

Es handelt sich um eine Dogge – sonst was – Mix. Der Nachbar hat dummerweise seinen Komposthaufen direkt an unserem Zaun. Der Haufen ist inzwischen auf Zaunhöhe angewachsen. Wenn das Riesenkalb darauf steht, bedarf es nur eines kleinen Sprungs. Davor habe ich schon lange Angst! Vor Andora hatte er Respekt. Die hat ihm die Meinung gegauzt und er ist ab durch die Mitte.
Also ich im Glücksgefühl mit Banou am Spielen. Da steht das Vieh vor uns! Was steht in den Büchern? „Ruhig und gelassen reagieren!“ Von wegen! Banou schreit und rennt zur Terrassentür! Ich schreie wie am Spieß! Mein Mann kommt raus! Banou rein! In Sicherheit! Mein Mann schnappt sich das erst Beste, was ihm in die Hände kommt. Zufällig steht ein kleiner Wäscheständer auf der Terrasse. Mein Mann, ganz mutiger Ritter: Schnappt sich den Wäscheständer als Schutzschild und schreit auch!!!
Das Kalb macht sich auf einen Streifzug durch den Garten. Mein Mann ins WZ zu Banou! Ich alarmiere den Nachbarn. Er kommt und ruft das Kalb! Von wegen! Es dauert. Mir ist jetzt alles egal. Ich gehe auch rein und falle in den ersten Sessel. Mein Herz rast zum Zerspringen!!!! Nach einer halben Stunde wird das Herz etwas ruhiger, dafür hüpft der Magen. Nach eineinhalb Stunden zittern mir noch die Knie!!!!
Im Laufe des Tages gewinnen wir den Eindruck, dass der Schock bei uns viel tiefer sitzt, als bei Banou.
Jetzt kennt das Kalb den Weg! Wir trauen uns nicht mehr in den Garten! Da muss etwas geschehen!!!

Am Nachmittag

Das Leben muss ja weiter gehen. Also mache ich mich mit Banou auf ins Abenteuerland.Wir führen ein ländliches Leben. So ein Stadtprogramm wie Shanti wird Banou wohl kaum erleben. Falls wir nächste Woche doch mal in die Stadt gehen, wird es gegen Stuttgart stark abgespeckt sein.
Unser Grundstück liegt an einer Ortsdurchfahrt, an einer Bushaltestelle und an einer Hunde-Hauptroute. Da ist so allerhand geboten! Alles was rollt! Alles was geht! Komischerweise sind bisher kaum Hunde gekommen, wenn wir im Garten spielen. Da muss was getan werden. In der Nachbarschaft wohnt Sheela, eine Golden Retriever Hündin. Sie durfte als Welpe immer mit Andora spielen. Das möchten wir jetzt wieder zurück. Also mache ich mich mit Banou auf die Suche. Ich rufe Sheela, habe sie lange nicht gesehen. Sie kommt an den Zaun und die Familie hinterher. Das ist ja prima: Großer Hund, Frau mit Kleinkind und zwei Mädchen im Grundschul-Alter. Was will man mehr. Wir dürfen rein. Banou will am liebsten gleich wieder raus!! Nix da. Die Nachbarn haben auch ein großes Grundstück. Wir gehen zur Sicherheit in den hinteren Teil. Nicht dass Banou durch das Tor auf die Straße schlüpft! Sheela ist riesig für Banou. Sie macht wunderbare Spielangebote! Holt Bälle und Schütteltiere! Schmeißt sich auf den Rücken. Banou ist die Sache noch zu gewagt. Heute klappt es noch nicht mit dem gemeinsamen Spiel. Aber da sind ja noch die Kinder! Naturgemäß ganz begeistert von dem Welpen. Banou wird eingekreist und zeigt keine Aufregung. Die Kinder Schaukeln, klettern, springen und freuen sich. Wir machen alle weiter mit Hausaufgeben. Jeder, Mensch und Hund, auf seine Art.
Banou trifft gleich über die Straße einen Mann der den Gehweg kehrt. Mülleimer, Schaufel, Besen, Mann mit Mütze und Bart. Oh Frauchen! Was soll das alles? Banou, da müssen wir durch! Mit Leckerle ist´s halb so schwer.
Gleich um die Ecke biegen wir in den Waldweg. Um die nächste Kurve und…. ein Westie. Wohnt auch in der Nachbarschaft. Die Hunde beschnüffeln sich und wir Menschen sprechen über das Riesenkalb. Weiter geht´s. Was Düfte………. Mhmmm Banou hat die Nase fest am Boden.
Mit meinem Mann berate ich mich, wie wir uns gegen das Kalb schützen können. Der Zaun muss erhöht werden. Wir wollen einkaufen fahren. Da fällt meinem Mann ein, dass er ja Tennis zu spielen hat. Seeehr wichtig! Aber er will danach gleich nach Hause kommen! Er verzichtet auf die gemütliche Runde in der Gaststätte. Das muss Liebe sein!!!
Ich sorge dafür, dass Banou müde und satt ist. So können wir ganz beruhigt einkaufen gehen. Ach ist das schön! Es weihnachtet sehr im Baumarkt. Ich finde natürlich auch noch einige Kleinigkeiten. Banou ist 1,5 Stunden ganz alleine. Wir haben keinerlei Bedenken.
Als wir nach Hause kommen, merken wir, dass sie ganz entspannt ist und bis eben geschlafen hat. Ein tolles Mädchen!!! Das Glück hat einen Namen: Banou, Banou!!!

Haben Sie schon einmal…

….einen Hund verloren? Da gibt es so ganz bestimmte Momente……
Vor vielen, vielen Jahren machte ich einen Besuch bei Elfriede Wipfel. Sie hatte kurz zuvor ihren geliebten Abbi verloren. Während dem Gespräch erwähnte sie irgendwann: „Immer, wenn ich Butter auspacke, laufen mir die Tränen über´s Gesicht.“ Ich total perplex: „Wieso, wenn Sie Butter auspacken?“ Frau Wipfel: „Er durfte immer das Papier ablecken.“
Seitdem kommen unsere Hunde auch in diesen Genuss! Banou hat es auch schon gelernt! Wenn der Hund verstanden hat, zu was es gut ist, wird es unter ein Stuhlbein geklemmt. Dann muss ich das Butterpaier nicht mehr festhalten.
Genau so mit Bechern aller Art. Sei es Joghurt, Quark, Schmierkäse usw. Es hat mir in der Seele weh getan, während unserer hundelosen Zeit. Andora hat alle Becher vorsichtig am Deckel genommen. Hat sie in den Garten getragen. Sich hinglegt und den Becher genüsslich ausgeleckt. Dann kam er perfekt gereinigt in den Müllsack.
Ohne Hund musste ich die Becher immer ausspülen. Das war doppelte Verschwendung! Das hat jetzt glücklichweise ein Ende. Mit Banou bin ich seit dem ersten Tag am Üben. Allerdings schleckt sie die Becher noch nicht so ganz sauber und rein! Ich darf ihn ihr auch nicht überlassen. Sie fängt schon an den Becher zu zerkauen, bevor er richtig sauber ist. Sie hat doch gleich in der ersten Nach gekötzelt, weil sie zwei Brocken von so einem Becher verschluckt hat!

Veränderungen:

Im Wohnzimmer

Ich muss gestehen, dass ich keine Super-Hausfrau bin. In meinem Haushalt herrscht immer eine gewisse geregelte Unordnung. Daher kann ich das Folgende völlig locker nehmen. Auf ein bisschen mehr oder weniger kommt es nicht an.
Bei uns geht man von den Wohnräumen, über die Terrasse, direkt in den Garten. Normalerweise befinden sich Jacken und Schuhe in der Diele. In den ersten Tagen wissen wir aber nicht, wie viel Zeit wir haben, wenn Banou Gassi muss. Deshalb brauchen wir alles griffbereit. Die Temperaturen und das Wetter sind um diese Jahreszeit ungemütlich. Durch den vielen Regen ist der Rasen eine glitschige Masse. Die benötigte Ausrüstung besteht also aus: Pullover, Jacke und alten Schuhen. Nachts eventuell noch eine Hose zum überziehen. Das Ganze mal drei.
Die Oberbekleidung liegt über dem Zwei-Sitzer ausgebreitet. Die Schuhe stehen erhöht auf einem kleinen Tisch. Unterlegt mit Zeitungspapier, als Schmutzfänger. Nicht gerade dekorativ das Ganze!
Von dem Schmutz, den wir reintragen, erzähle ich ein anderes Mal.

14.12.07 Nachts müssen wir schon lange nicht mehr raus. Deshalb sieht der Zwei-sitzer schon mal relativ normal aus.

In der Küche,

stehe ich seit März 1984 unter Beobachtung. Immer waren da zwei oder vier Hundeaugen, die mich nicht aus diesen gelassen haben. Aktuell hatten wir zwei Monate Pause, weil Andora am 22. Sept. verstorben ist. Glauben Sie es? Es hat mir richtig gefehlt! Bei Andora habe ich mir noch die größte Mühe gegeben, dies abzustellen. Absolut erfolglos! Jetzt habe ich mich richtig darauf gefreut. Auf diese Beobachtungsaugen! Heute am 16.12.07 , nach
3 Wochen, hat es Banou endlich geschnallt! „Wenn Mama da am werkeln ist, kann das für mich positiv sein.“ Ich habe ihr von den Karotten die Abschnitte gegeben. Zuerst hat sie damit gespielt, dann hat sie bemerkt, dass man sie auch essen kann.
Später beim Servieren ist mir Soße auf den Boden getropft. „Oh, war das Lecker!“ Mein Mann sagte: „Jetzt wird sie riechen, dass wir das auf dem Tisch haben.“ So war es. Banou ist ja nicht blöd! Ich sage noch, „wenn sie kommt, versuchen wir, sie völlig zu ignorieren.“ Sie kommt! Steigt auf Papas Knie. Da ist nix mit ignorieren! Von mir ein Schrei!!! Sie weis, was die Stunde geschlagen hat. Als doch noch braves Mädchen beschäftigt sie sich mit ihren Spielsachen und wir können in Ruhe essen.

Morgendliche Rituale

In jeder Familie gibt es doch diese ungeschriebenen Gesetzte. Wer geht zuerst ins Bad? Wer macht Feuer? Wer macht Frühstück? Wer geht mit dem Hund? Nicht wahr, das kennen Sie. Aber, wehe es hält sich einer nicht an die Ordnung! Da hängt doch gleich der Morgenfrieden schief!
Und plötzlich ist alles anders…………………………..

Schatz warst du schon mit dem Hund?
Nein, ich lieg doch noch im Bett.
Der Hund muss bestimmt! Soll ich aufstehen?
Nein du kannst ruhig liegen bleiben, ich steh gleich auf.
Ach lass mal. Du kannst noch ein bißchen kuscheln. Soll ich auch Feuer machen, den Hund füttern und Frühstück holen?
Hoppla, was ist denn jetzt los? Ach ist das schööön! Welch ein Luxus!!!

Nach 16 Tagen steht mal der Eine oder der Andere auf. Nach drei Wochen ist die alte Ordnung wieder hergestellt! Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier!

Der Futtermeister

Es ist von großer Wichtigkeit, wie das Futter zubereitet wird. Es muss in einer bestimmten Geschwindigkeit und mit Rythmus gerührt werden. Mehrmals links herum und rechts herum. Dann noch ganz liebevoll kreuz und quer. Dann muss der Napf auf den Teppich gestellt werden. Der Hund soll ja auf den Platten nicht ins Rutschen kommen. Auch wenn der Hund der Meinung ist, dass er die größeren Brocken erst einmal daneben legen muss. Wass macht es schon, wenn auf dem Teppich eine klebrige Kruste entsteht? Falls dann noch etwas im Napf bleibt, muss dieser umgedreht werden. Mit dem Rest nach vorn, damit der Hund nicht den Hals überstreckt! Frißt der Hund dann immer noch nicht alles, wird etwas Käse untergemischt. Natürlich wieder ganz liebevoll gerührt und gemischt. Ist der Napf dann endlich leer, fühlt sich der Futtermeister absolut bestätigt. So gut wie er, kann das sonst keiner!

Ich habe einen Traum

Der Futtermeister sagt zu mir: „Schatz möchtest du eine Praline als Leckerle, weil du gleich gekommen bist; und ich nicht dreimal nach dir rufen musste?“
Oder: „Möchtest du heute zwei Stück Sahnetort? Du kannst ruhig noch etwas auf die Rippen bekommen. Das stört mich überhaupt nicht!“
Der Futtermeister bereitet mir liebevoll das Abendessen! Er fragt mich: „Schatz möchtest du das Steak am Stück? Oder soll ich es dir mundgerecht zerteilen? Wie hättest du es denn gerne? Mit Zwiebeln für die Musik? Mit Knoblauch für den Geruch? Oder lieber mit Käse für den Geschmack?“
„Was die Portion ist dir zu groß? Das gibt´s doch nicht! Komm, ich dreh dir den Teller um. Dann rühre ich alles durcheinander. Den Rest kannst du dann mit dem Löffel essen. Mach dir doch nicht so viel Arbeit mit Messer und Gabel!“

Begegnungen der besonderen Art

Für so ein kleines Hunde-Wesen gibt es ja täglich Neues zu entdecken. Da können schon so allerhand Ungeheuer dabei sein. Wir haben ja ganz schnell bemerkt, dass Banou sehr Geräusch – Resistent ist. Dies gilt für drinnen und draußen.

Banou macht Bekanntschaft mit unserem Staubsauger. Es ist ein großes braunes Ungetüm. Zuerst wird das Auto gesaugt. Keine Reaktion. An der Mauer schlage ich die Fußmatten aus. Banou sitzt direkt daneben. Keine Reaktion. Später sauge ich die Wohnung. Es stört sie nicht wirklich. Aber sie findet es im Garten dann doch interessanter.

Bei einem Spaziergang im Dunkeln verhält sich Banou erst mal völlig entspannt. Bis….. da plötzlich ein schwarzes Ungetüm am Straßenrand steht. STOP! Achtung! Der ganze Kopf geht. Augen, Nase, Ohren höchste Aufmerksamkeit. Ein gefährliches Knurren. Wir bewegen uns langsam auf das Ungeheuer zu. Es bewegt sich nicht. Bleibt ganz ruhig am Straßenrand stehen. Es zeigt sich völlig ungerührt. Es ist nämlich ein Mülleimer!

Pferde sollte so ein kleiner Hund auch mal kennen lernen. Banou ist ja nun nicht unbedingt unserer Meinung. Die Pferde zeigen sich im Gegenteil zu Banou völlig unbeeindruckt. Sie kommen näher!!!!! Banou denkt an Flucht!!! Geht nicht! Sie hängt an dieser blöden Armverlängerung von Mama. So ein Mist! Wo sollte sie auch hinlaufen Sie kennt sich ja noch gar nicht aus. Jetzt gibt’s auch noch Leckerle! Was will Mama damit bezwecken? Papa ermahnt uns dauernd, dass wir nicht so nah rangehen sollen. Da sei ein ganz gefährlicher Zaun. Banou könnte einen Schock für ihr Leben bekommen! Wir sind ja nicht blöd!
Da kommt auch schon das Pferde-Frauchen und es gibt noch mal Leckerle. So etwas!
Na ja, da gehen wir mal weiter.

Fortsetzung am 14.12.07
Wir sind inzwischen mehrfach an den Pferden vorbeigegangen. Sie werden als fast normale Erscheinung behandelt. Heute wurden wir aber zur Sicherheit wieder auf den gefährlichen Zaun hingewiesen. Wir sind ja nicht blöd! Oder doch?

Brücken gehören auch zum Programm. Mama bekommt mal wieder nicht genug. Aber das ist ja für Banou ein Klacks. Das hat sie ja bei Mama Post alles geübt. Auf unserem Weg kommen wir an einer Holzbrücke vorbei. Sie wurde von Pfandfindern gebaut. Besteht aus breiten Holzdielen. Zwischen diesen sind ganz schöne Spalten. Banou könnte ja ausrutschen, mit den Beinen in die Spalten rutschen, sich einen Fuß brechen! Aber nicht doch! Banou ist ja nicht blöd!

Einige Meter weiter kommen wir ein eine Brücke mit Gitterrost. Sie führt über einen Bach. Erfahrungsgemäß mögen Hunde solche Gitter nicht. Meine beiden anderen sind dann lieber durch den Bach. Aber Banou kennt ja die Alternative noch nicht. Also auf die Brücke. Die ersten Schritte, sehr zögerlich…. Ich krame die Leckerle aus der Tasche. Schon ist sie drüber. Bis ich die Leckerle rausgekramt habe, ist Banou auf der anderen Seite. Die Leckerle sind völlig uninteressant. Ein paar Schritte auf Gras und wieder zurück. Null Problemo!!!
Banou ist ein schlaues Mädchen.

Ein unvergesslicher Tag 28.11.07

Wir haben es gewagt: Fahrt mit dem Auto ins Feld an die Hunde-Hauptstrecke. Banou im Heck, nicht auf meinem Schoß. Sie lebt schon fünf Tage bei uns. In der Zeit sind wir noch keinem Hund begegnet. Absolutes Defizit!
Unterwegs, noch im Auto, treffen wir eine alte Bekannte mit dem Spanier „Emilio“. Er ist ein Ex-Freund von Andora, unsrer Vorgänger-Hündin. Wir halten an: Scheibe herunter, ein kurzes Schwätzchen wird gehalten. Übung: Fremder Mensch mit Hund kommt ans Auto! Banou ist ruhig und interessiert. Klasse gemacht. Ein paar Meter weiter parken wir.

Auf dem Feldweg wird Banou abgeleint. Oh, welch Duft der großen, weiten Welt. Plötzlich ein ganzes Hunde-Rudel. Papa hat die größten Bedenken. Alle Hunde werden angeleint. Wir verständigen uns in angemessener Entfernung. Toll, wir sind auf freundliche Hunde gestoßen. Die Gruppe besteht aus einem Golden Retriever, einem Zwergspitz und vier Chiuwawas. Das ist doch eine ordentliche Herausforderung für Banou und Papa. Wir bleiben eine Weile stehen. Mensch und Hund unterhalten sich und tauschen Erfahrungen aus. Schon sind die nächsten Menschen mit Hunden in Sicht. Warum bleiben die am Waldrand stehen? Wir nähern uns. Die anderen auch. Sie rufen schon von weitem, in welche Richtung wir gehen wollen? Ich versuche ihnen klar zu machen, dass wir einen Welpen haben. Kein Interesse! Die Hunde seien 8 Monate alt. ( Geschwister?) Angeblich werden sie aggressiv, wenn ein Welpe auf sie zukommt. Da ist wohl etwas schief gelaufen.
Den Rest der Strecke legen wir ohne weitere Begegnungen zurück. Banou ist begeistert!Wieder zu Hause ist sie müde und schläft stundenlang.

Deshalb wagen wir abends die nächste Lektion. Fahrt im Dunkeln. Banou wieder im Heck, ich auf dem Rücksitz, Sohnemann am Steuer. Zuerst großes Gefiepe. Ich ignoriere sie völlig und unterhalte mich ganz normal mit Philipp. Banou wird immer ruhiger. Nach etwa 5 km legt sie sich hin und ist ganz leise. Bis zu unserem Ziel: Dem Welpentreff sind es noch etwa 10 km. Wir sind etwas früh da, haben also noch Zeit. Gemütlich laufen wir über das weitläufige Gelände. Banou zeigt sich sehr interessiert. Am Zaun sitzend beobachtet sie gespannt das Training der älteren Hunde. Um 19 Uhr beginnt die Welpenstunde. In diesem Verein wird hauptsächlich gespielt und wenige Übungen gemacht. Der Sozialkontakt steht im Vordergrund. Banou ist natürlich noch etwas unsicher. Es sind 17 Welpen da. Eine Hunde-
vielfalt durch Rasse- und Mischlingshunde. Den Verfolgungslauf und den Gang über eine Wippe bewältigt sie ohne Schwierigkeiten. Danach gehen wir. Eine halbe Stunde ist fürs erste genug. Nun kommt Philipp auf die Idee, dass wir die Rollen tauschen sollten. Er möchte hinten sitzen und ich soll fahren. Ich bin zwar nicht entzückt, stimme aber zu. Nachts habe ich so meine Schwierigkeiten. Philipp sagt mir, dass ich gerade zurückfahren soll. Wegen beschlagener Scheiben sehe ich aber nichts. Also schlage ich das Lenkrad ein um rückwärts auf den Mittelweg zu fahren. Jetzt weist mich Philipp darauf hin, dass direkt neben uns eine Mülltonne steht. Da wir direkt am Hauptweg geparkt haben, komme ich auf die Idee, einfach vorwärts zu fahren. Das mache ich auch! Endlich geht’s los! Etwa einen Meter. Rums, Krach, fertig! Das linke Vorderrad hängt in einem Abwassergraben und das Auto sitzt auf. Wie könnte es auch anders sein? Frau am Steuer!Wir versuchen: Er am Steuer, ich am Steuer. Vorwärts, rückwärts! Nix geht mehr!Ich gehe wieder auf den Welpenplatz und bitte einige Männer um Hilfe. Noch mal das Gleiche von vorn. Nix geht! Die Bemerkungen der Männer können Sie sich wohl denken.
Ich mache gar nichts mehr! Ich gehe mit meinem Hund in sichere Entfernung! Einer versucht das Auto raus zu ziehen. Nix geht! Es wird beratschlagt und diskutiert. Männer!

Inzwischen ist ein Unimog weiter hoch ins Feld gefahren. Ich frage mich: „Warum hat den keiner angehalten?“ Denke mir: „ Der kommt bestimmt gleich wieder zurück!“ Bringe meine Idee an die Männer und sehe schon die Scheinwerfer des Unimogs näher kommen. Er wird angehalten. Aha! Der Fahrer sichert zu gleich mit einem anderen Fahrzeug wieder zu kommen. Es dauert nur ein paar Minuten. Ein Seil wird angehängt. Nix geht! Eine Stange wird montiert. Oh, Gott mein Herz! Los geht’s! Ich sehe unser Auto rückwärts aus dem Graben fliegen. Vor meinem geistigen Auge knallt es schon auf den Wagen, der daneben geparkt ist. Oh, Gott! Es hat vorher angehalten. Allgemeiner Jubel und Erleichterung!!! Nach der Überprüfung mit einer Taschenlampe scheint alles in Ordnung zu sein. Wir können fahren. Eigentlich wollten wir nur eine halbe Stunde in die Welpenstunde. Frauen!!!
Banou hat das Ganze unbeschadet überstanden! Das Auto auch!
Das war unser erster Welpentreff! Eine Geschichte für die Ewigkeit!!!

Die zweite Nacht

Gestern Abend hat Banou endlich Papa als Spielpartner entdeckt. Ach wie schööööööööön!Er hatte so Bedenken. Ich muss nämlich am Dienstag zur Beerdigung meines Onkels und bin den ganzen Nachmittag weg. Das wird eine Herausforderung für die Beiden. Aber ich habe ja noch Zeit um die Sache einzufädeln.

Ach so, die Nacht. Also nachdem die beiden gespielt hatten, war Banou doch bis 23:00 müde. Sie hat viel schneller geschlafen, als die Nacht vorher. Ich habe einen kleinen Tisch vor die Couch gestellt. Darunter das Handtuch und den Kauknochen. Die Höhle wurde sofort akzeptiert. Wir schlafen bis 0:30 dann muss Banou Gassi. Dann ist Ruhe bis 3:30. Ich höre Banou würgen. Ich stehe auf, suche und finde erst mal nichts. Schnell raus zum Gassi. Dann geht sie direkt an den Ort des Geschehens. So was; hat sie doch tatsächlich zwei Stückchen von einem Joghurtbecher verschluckt!
Im Laufe der Nacht hat Banou zwischen Couch und Tisch geschlafen. Lang und breit wie eine Flunder. Ach ist das schön! Es herrscht Ruhe bis etwa sechs Uhr. Jetzt will sie nicht gleich raus. Wir werden beide langsam wach. Sie knabbert an meinen Händen und verweilt sich mit ihren Spielsachen. Papa kommt inzwischen auch runter. Er macht ihr heute das Frühstück. Wir schlafen dann alle noch mal weiter. Banou und ich bis etwa halb neun.

Ein neuer Tag 26.11.07

Banou stürmt in den Garten:“ Juhu mir gehört die Welt! Ich komme!“ Sie saust mit einem Karacho durch den Garten. Kleines und großes Geschäft wird erledigt. Banou erobert mit meiner Unterstützung ihr neues Abenteuerland. Juhu auf die Baumstämme und herunter. Über Brücken und Bretter. Hinauf und hinunter. Aussicht auf die Straße: Ein Mann mit Hut an der Bushaltestelle! Leise wuff wuff. LKW´s fahren vorbei und viele Autos. Leider kommt kein Hund. Banou hört Hunde bellen. Leise wuff wuff und fiep fiep! Horch, horch: In der Nachbarschaft raschelt eine Folie. Das kennt sie ja schon.
Nun bringe ich ein neues Gerät ins Spiel. Ich habe eine Mini-Kabeltrommel aus dicker Pappe besorgt. Sie ist aber ein Stück größer als Banou. Das Gerät rollt das Gelände hinunter. Wuff wuff! Was ist das für ein Ding? Das Ding macht auch Geräusche wenn ich darauf klopfe. Scheint ja nicht gefährlich zu sein. Banou kommt langsam aber sicher immer näher. Der Hund macht so richtig Spaß!!!
Fazit: Ich wusste gar nicht, dass man in einer halben Stunde so viel erleben kann.
Spielstunde beendet. Wir gehen wieder rein. Jetzt ist schmusen und bürsten angesagt. Es klappt super.

Nun folgt wieder die Übung alleine bleiben. Von Anfang an habe ich immer, wenn ich aus dem Raum bin gesagt: „Du bleibst schön da! Mama kommt gleich!“ Es ist schon ganz normal, dass ich raus und rein gehe. Aber jetzt gehe ich das erste Mal die Treppe hoch, ohne dass jemand bei ihr ist. Eine neue Herausforderung! Andora hat in der Situation geschrieen, als würde sie abgemurkst.
Banou macht nur leise fiep, fiep. Schaut mal die Treppe hoch, traut sich zwei Stufen und geht wieder zurück. Ein braves Mädchen. Gleich leistet ihr Papa Gesellschaft und ich kann in Ruhe unter die Dusche. Danach eine Begrüßung als wäre ich Stunden weg gewesen. Es geht aber gleich weiter. Jetzt geht Papa ins Bad und ich einkaufen. Klappt alles super!!!Während unserem Frühstück schläft sie wieder unter meinem Stuhl. Danach liest Papa die Zeitung und ich schreibe im Büro diese Seite. Bisher kam noch kein Hilfeschrei. Jetzt gehe ich mal hoch und schaue wie es den beiden geht.

Die erste Nacht

Ich war mir im Voraus nicht ganz klar, wo wir die erste Nacht verbringen. Während dem Vortrag von Frau Schepp-Däschner habe ich mich entschieden. Bei uns schlafen die Hunde nur in Ausnahmesituationen im Schlafzimmer. Also habe ich mit Banou im WZ genächtigt.
Es war nicht gerade bequem aber sinnvoll. Die Einteilung im EG ist bei uns ähnlich wie bei Familie Dr. Post. Innerhalb von kurzer Zeit wusste sie Bescheid. Wo bin ich in Sicherheit? Wo ist die Futterstation? Wo geht’s zum Gassi gehen? Wie komme ich wieder rein?
Der Hund lernt super schnell! Die erste Nacht war eher unruhig, würde ich sagen. So um 22:00 dachte ich, es wäre Zeit. Banou kam aber nicht zur Ruhe. Vermisst sie die Hunde-Mama? Die Geschwister? Ihren Schlaftrunk? Wer weis!
Sie hat sich lange mit einem Kauknochen beschäftigt. Eine Runde durch das WZ. Knochen in die rechte Ecke. Knochen – in die linke Ecke. Eine Runde und Platz unterm Tisch. Das wiederholte sich ca. eine Stunde. Endlich schlafen! Bis 0:30! Banou muss Gassi. Eine Runde durch den Garten. Wir haben Frost und der Vollmond leuchtet uns. Weiterschlafen bis 4:30.Banou hat Hunger. Sie zeigt mir genau was sie will und weckt mich zuverlässig. Bei Hunger läuft sie in die Küche, bei Gassi an die Terrassentür. Ein toller Hund!!
Um 5:00 kommt mein Mann die Treppe herunter. „Grrrrrrr, wuff, wuff ich bin der Wachhund!!!“ Um 6:00 erscheint Philipp. Banou reagiert ähnlich. Philipp teilt sonntags die BILD aus. Er geht heute früh und kommt um 8:00 wieder zurück. Schlüssel in der Haustür:
„Wuff, wuff!“ Gibt’s das? Philipp kommt ins Zimmer: „Grrrrrrrr ich bin der Wachhund!“ Ist das zu fassen? Am ersten Tag? Natürlich vergleicht man auch mit den anderen Hunden. Andora hat das erste halbe Jahr überhaupt nicht gebellt. Das lag wohl daran, dass Gippsy das für zwei erledigt hat.
Ich habe zwar noch keine Lust., aber wir sind wach!!
Juhu es ist hell! Banou kann spielen und …………wo sind die Turngeräte?

Der erste Morgen! Sonntag, der 25. Nov. 07

Also baue ich Turngeräte. Der Hund ist einfach genial. Sie schreckt vor keinem Hindernis zurück. Sogar ein wackeliges, ganz glattes PVC Brett macht ihr nichts aus. Über Geräusche hat Frau Post ja oft im Tagebuch berichtet. Banou ist absolut ressistent. Egal ob drinnen oder draußen.
Gegen Mittag kommen meine Eltern. Auch sie werden in Wachhunde-Manier begrüßt. Sie sind aber trotzdem ganz entzückt.
Um 13:30 kommt unser Sohn Sascha mit Frau. Zu diesem Zeitpunkt ist Banou gerade sehr müde und hat sich zum schlafen unter meinen Stuhl gelegt. Ihr ist gerade alles egal! Kein Wachhund, kein Spielhund! Schlafen unter Mamas Stuhl. Die beiden sind enttäuscht! Banou schläft eine Stunde und ich auch.

Farago

Nun folgt unser erster Ausflug von zu Hause. Autofahren ist wieder aufregend. Im Wald ist es interessant. Wunderbare Düfte. Wir halten es aber kurz.
Mit dem Fressen klappt es heute nicht so besonders. Wir werden uns noch aufeinander einstellen. Vielleicht sind auch meine Portionen zu groß?
So ganz nebenbei und zwischendurch üben wir immer wieder „allein bleiben“. Am Nachmittag stört es sie gar nicht mehr. Sie verlässt nicht mal ihren Lieblingsplatz in der Küche um mich zu suchen oder zu weinen.
Nach dem Abendessen lernt sie einen neuen Raum kennen. Das Büro meines Mannes im UG. Ich trage Banou runter. Sie ist ganz aufgeregt und zittert. Mein Mann gibt ihr einen kleinen Kauknochen. Das scheint das Wundermittel zu sein, wie man auch bei den Studioaufnahmen gesehen hat. Sie erkundet vorsichtig den Raum. Kehrt immer wieder zum Knochen. Ich sitze am PC um endlich diesen Bericht zu schreiben. Den ganzen Tag bin ich nicht dazu gekommen. Wie hat Frau Post das nur gemacht mit all der vielen Arbeit?
Inzwischen schläft Banou unter einem Sessel mit offener Holzkonstruktion. Anscheinend mag sie Schlafplätze unter irgendetwas. Da werde ich mir für heute Nacht etwas einfallen lassen.
Es ist jetzt 21:25 Uhr. Wie wird die zweite Nacht wohl werden. Wenn ich müde bin wird Banou wohl fit sein. Mal sehen………….

Am 13. Okt. 07 in sehr früher Morgenstunde, schrieb ich folgenden Brief an Banou:

Hallo kleines Wollknäuel!


Was machst du mit uns?
Wir kennen dich noch gar nicht. Aber du bist in der Lage, eine ganze Familie in den Ausnahmezustand zu versetzen.
Die Redaktionen reichen von: Mal abwarten bis total ausgeflippt.
Du machst PC süchtig! Du regst das Gehirn an. Alle dürfen wieder lernen und Pläne machen. Wir haben ein hochinteressantes Gesprächsthema! Das fördert die Kommunikation!
In der Familie gibt es einen neuen Sport. Wir schauen Fotos und raten wer ist wer?
Du solltest die Jubelschreie hören, bei denen die Recht haben!!!
Du erzeugst jede Menge Glückshormone!!! Da kann 1 kg Bananen nicht mithalten!
Was passiert erst, wenn wir dich persönlich kennen?
Wenn du uns begeisterst mit deinem Charme?
Wenn wir dich fühlen und knuddeln?
Bald werden wir es wissen!
In ganz großer Vorfreude grüßt
Elisabeth Farago

Veröffentlicht on Dezember 12, 2007 at 11:03 Kommentare sind deaktiviert