Die nächste private Wanderung ist Anfang Juli geplant. Dann sind im Wald die Heidelbeeren reif! Wenn Sie an einer Einladung interessiert sind, senden Sie mir bitte eine Mail.
Katze und Igel
Verkehrte Welt
3-Tages Regel
24.05.08 Banou lebt seit 6 Monaten bei uns.
Es ist unglaublich, was dieser Hund in der Zeit bewirkt hat. Sie hat mein Denken völlig umgepolt und erweitert. Viele neue Erkenntnisse und Erlebnisse hat sie uns vermittelt. Banou fordert sehr wenig, gibt aber um so mehr. Zu Beginn unseres Zusammenlebens hatten wir eindeutige Verständigunsprobleme. Dafür verstehen wir uns heute um so besser. Wir wachsen und entwickeln uns miteinander. Unsere täglichen Schmuseeinheiten haben haben nach wie vor 5 Sterne Charakter. Um Mißverständnissen vorzubeugen: Wir schmusen alle mit Banou und genießen es ebenso wie sie!!!
22.05.08 Privater Hundespaziergang
Bericht und viele schöne Fotos von der Wanderung gibt es bei unserer Freundin Alaska: www.unser-hovawart.de
19.05.08 Neugierig auf Lind-art
Nun war ich ja drei Tage auf dem Seminar. Im Voraus hat mir mein Mann schon aufgetragen, daß er nicht umerzogen werden möchte, egal was ich da lerne. Neugierig ist er aber doch. Er hat ja auch schon mitbekommen, daß ich mit Banou eine „Geheimsprache“ entwickelt habe. Da er ab nächste Woche das Vergnügen hat, den Morgenspaziergang mit Banou zu absolvieren, hat er nun Bedenken, daß es Verständigungsschwierigkeiten geben könnte.
Heute beim Frühstück wollte mein Angetrauter doch etwas wissen über unsere neuen Erlebnisse. Also hat er von mir eine kleine Vorführung bekommen! Das Brötchen ist ihm im Hals stecken geblieben. Mit dem Hustenanfall hatte er lange zu kämpfen.
Ich werde an anderer Stelle von meinen neuen Erkenntnissen berichten.
13.05.08 Beeindruckend
Wir hatten in den letzten Tagen viele Eindrücke zu verarbeiten. Wie ich festgestellt habe, benötigen Mensch und Hund eine entsprechende Zeit dazu.
Für das erste prägnante Ereignis muß ich etwas weiter zurück schauen. Es war in der Probe-Stunde für das Lind Seminar. Banou hat sich von der ganzen Situation sehr beeindrucken lassen. Mich hat es etwas irritiert. Für mein Gefühl, war sie eigentlich schon weiter, als es sich dort dargestellt hat.
Aber gut, die Tatsachen sind zur Kenntis zu nehmen. Hinterher habe ich überlegt: Warum, wieso, weshalb?
Einige Zusammenhänge sind mir schon klar geworden. Wir haben sie auch in der Familie besprochen und Lösungen erarbeitet.
Mit den Ausbilderinnen habe ich auch über verschiedene Themen; wie Ausstellungen und Erziehung gesprochen.
Zu Ausstellung meinten beide, daß es für Banou noch viel zu früh sei. Dies auf Grund der Tatsache, wie sie sich dort gezeigt hat. Ich habe diese Meinung zunächst angenommen und mir meine Gedanken dazu gemacht. Wir werden aber dort auch sehr dazu erzogen, eigene Entscheidungen zu treffen und dazu zu stehen.
Wenn irgend eine Person etwas empfiehlt und wir handeln danach, können wir hinterher nicht kommen und sagen: „Du hast mir aber dazu geraten.“ Nein: Wir als Hundehalter entscheiden, was mit unserem Hund geschieht.
Zum Thema Erziehung haben wir über unser Affentheater gesprochen. Ich habe mir die Tipps zu Herzen genommen und es mit sofortiger Wirkung umgestellt. Siehe da, es geht auch ohne!
Wie ich schon erwähnt habe, lese ich zur Vorbereitung auf das Lind-Seminar ein entsprechendes Buch. Dort werden immer wieder verschiedene Hunde-Charakter-Typen beschrieben. Banou ist mir dort schon öfter begegnet. So scheint sie doch nicht zu außergewöhnlich zu sein. Das baut mich auf! Sie ist eben so wie sie ist. Eine von vielen Charakter Möglichkeiten.
08.05.08 Gartenarbeit
Wir haben reichlich davon. Mit Banou klappt es hervorragend. Bisher hat sie noch nichts heraus gezogen, was ich in die Erde gesteckt habe. Es fällt immer irgenein Spielobjekt für sie an. Den Wasserstrahl aus Schlauch oder Gießkanne findet sie spannend. Gestern habe ich organischen Dünger gekauft. Den findet meine Maus äußerst appetittlich! Hoffentlich wirkt er sich nicht zu ungünstig auf das Wachstum aus.
30.04.08 Die letzten Tage
…..verliefen ruhig und beschaulich. Banou ist einfach nur lieb, lieber am liebsten! Außerhalb hat sie, wegen dem Leinenzwang, fast keine Möglichkeiten irgendwelche Dummheiten zu machen. Stürmische Rüden sind uns auch keine begegnet. So haben wir die erste Hitze bisher gut überstanden. Banou war etwas früh dran mit dieser Aktion. Es paßt aber sehr gut in unsere Jahresplanung. Gerade in den nächsten Wochen stehen einige wichtige Termine an.
Banou wird für mich von Tag zu Tag schöner. Sie hat jetzt ein ganz üppiges Fell bekommen, das in vielen Farbnuancen schillert. Dies ist für mich eine ganz interessante Erfahrung.
Andora war schwarz mit Abzeichen. An der Farbe ändert sich nie etwas, nur an der Beschaffenheit.
Es war irgendwie merkwürdig. Ich habe diese Ausnahmesituationen schon richtig vermißt. Deshalb hat mich Banou heute mal wieder überrascht.
Dieser Hund sitzt seit fünf Monaten im hinteren Abteil des Autos. Dort wartet Banou still und brav auf meine Rückkehr. Heute wollte sie es mal Anders. Ganz begeistert hat sie mir vom Fahrersitz aus entgegen gelächelt. Ich habe es genau gesehen! Obwohl mir das Bild sehr gut gefallen hat, habe ich nicht zurück gelächelt. Das war der Überraschungshund!
Einen Hund der hochspringt, wollte ich nie. Nun habe ich einen. Ich muß gestehen, daß ich es liebe! Banou steigt an mir hoch, so als würde sie eine Leiter benutzen. Das macht schon einen Unterschied. Banou kann dies an meiner Vorder- und an der Rückseute.
Dummerweise konnte ich ihr nocht nicht vermitteln, daß dies nicht bei jeder Kleidung angebracht ist.
17.04.08 Nein, ich will das nicht!
Banou ist wirklich eine ganz süße kleine Maus. Aber wenn sie etwas nicht will, dann will sie nicht. Gestern habe ich festgestellt, daß sie läufig ist und wollte mir die Sache etwas genauer anschauen. Das wollte Banou nicht! Ich sitze auf dem Boden mit den extra-super-stinkig-Leckereien! Nein Banou will nicht!
Mein Mann erscheint auf der Bildfläche. Er erfasst die Lage. „Hast du sie vorher gekämmt?“ „Nein, natürlich nicht! Ich möchte mir nur ihre Unterseite genauer ansehen.“
Ich bekomme Verstärkung! Es nützt aber nicht viel! Jetzt hätte ich gerne eine Video Kamera. Das ist doch super köstlich: Wie sich zwei Erwachsene auf allen vieren zum Affen machen, um Banou von ihren Absichten zu überzeugen! Vielleicht würden wir einen Preis in einer TV-Sendung gewinnen?
Wir haben mitten im Wohnraum einen Kamin. Um diesen herum spielt Banou mit uns Katz und Maus. Es ist zum Lachen! Sie schaut hinter einer Ecke hervor und peilt die Lage! Nach reiflicher Überlegung von Banou und viel Geduld von uns fällt die Entscheidung! Der Duft der Leckerle ist wohl doch unwiderstehlich! So hat jeder das was er will! Warum einfach, wenn es auch umständlich geht! Das ist Banou, mein kleiner Rohdiamant!
Im Allgemeinen hat sie die gleichen altersgemäßen Macken wie Banou. Es begann mit harmlosen Vögeln und entwickelt sich weiter. Das Herrchen von Hex versucht es noch mit lautem Schreien. An der Leine ist sie noch nicht. Mal sehen wie es bei unserer nächsten Begegnung ist.
Es hat gefunkt
Endlich hat mal wieder die Sonne gelacht. Bei unserem Spaziergang kommen wir an einem freien Gelände vorbei. Manchmal befinden sich auf dieser Parzelle Schaafe. Momentan sind sie aber wesentlich weiter hinten. So mache ich mir keine Gedanken, denke nur unbewußt: „Das ist aber ein lappriger Zaun!“ Plötzlich ein Schreeiiii! Bei Banou hat der Elektrozaun gefunkt!
So ein Mist. Die Lektion hatte (wahrscheinlich) überhaupt keinen Sinn. Da war nämlich kein Tier dahinter! Es besteht die schwache Möglichkeit, dass es Banou auf den Raben abgesehen hatte. Er war für meine Begriffe viel zu weit weg. Wir werden es Erleben, wenn wir dem Nächsten begenen.
08.04.08 Übung macht…….
Wir sind nun wirklich von verschiedenen Seiten mit den besten Tipps versorgt. Wir üben täglich mehrere Stunden. Teilweise sogar Nachts. Mal übernimmt mein Mann, dann wieder ich. Zwischendurch müssen wir eine Pause einlegen um uns wieder zu regenerieren. Wir haben es mit hellem und dunklem Hintergrund versucht. Für meinen Mann ist die mittlere Größe ausreichend. Mir wiederum gefällt die größere Version besser. Nach mehreren Fehlversuchen kommen wir dem Optimum immer näher. Ohne den Einsatz meines Mannes hätte ich überhaupt keine Chance! Es wird doch noch was werden mit unserem Fotoalbum?!
03.04.08 Banou im Abenteuerland
Heute war ein Tag so richtig nach Banou´s Geschmack! Wir haben im Garten gearbeitet. Im Vorgarten war ich zugange. Hinten hat der Sohn Holz gehackt. Da war eine Menge geboten. Vor das Haus kann Banou nur mit Begleitung oder Erlaubnis. So ist es an sich schon etwas Besonderes, wenn sie sich dort aufhalten kann. Jeder, ob Mensch oder Hund, der vorbeigeht wird interessiert bis freudig begrüßt.
Die Arbeit in dem Beet findet Banou einfach Spitze!!! Ich nehme das Unkraut vom Garten in den Eimer. Banou läßt es den umgekehrten Weg gehen. Vorher wird es aber kräftig durchgeschüttelt. Ach ist das toll! So viele Sachen zum Schütteln.
Banou entdeckt für sich ein Efeubett. Mit Freude und Genuß kuschelt sie sich hinein. Besen, Blätterrechen, Handschuhe, Blumentöpfe sind alles Dinge, die so ein Hundeherz höher schlagen lassen. Dann bekommt Banou ein ganz tolles Spielobjekt: Den leeren Sack der Blumenerde! Wau, was für ein tolles Ding. Damit muss Hund einen Triumpflauf durch den Garten machen! Das Ding ist zu groß, zu lang und breit. Egal, es ist wunderbaaar!!! Banou im Sauseschritt und hast du nicht geseh´n, macht einen Salto. Mitten im Garten liegt noch ein Baumstamm. Es ist ein Überbleibsel vom Welpenparcours.
Banou in ihrer Begeisterung schlägt voll den Purzelbaum über dieses Hindernis. Eingewickelt in den Sack ist sie völlig verdattert. „Was war das? Wer hat mir was getan?“
Ich amüsiere mich natürlich ober-köstlich! Banou sortiert die Lage: „Wer war da der Böse?“ Vorsichtig nimmt sie den Sack wieder auf. Nichts passiert! Sie traut sich! Jawoll, und weiter gehts. So jetzt muß er dran glauben, der freche Kerl. Zur Strafe wird er auseinander genommen und zerpflückt. Bevor ich im ganzen garten Plastikstücke habe, stecke ich den Sack doch lieber in den Müll.
Bei der Holz-Aktion von Sohnemann gibt es auch so einiges abzustauben. Alles gesund für die Zähne!
Zwischdurch veranstalten wir Wurfspiele. Banou ist echt geschafft. Stundenlang im Einsatz! Das ohne Pause. Da kommt der Mittagsschlaf wie gerufen.
Eichhörnchen
Nach dem Mittagsschlaf ist es Zeit für unsee große Runde. Da läuft uns doch tatsächlich ein Eichhörnschen über den Weg. Banou ist an der Leine, also habe ich Zeit zum denken: „Welchen Schlachtruf benutze ich jetzt?“ Ich versuche es mal mit „Vööögel!“ Keine Reaktion. Ich ziehe das Spieltier aus der Tasche; keine Reaktion! Banou ist total auf dieses Puschel-Tier fixiert.
Erstens spricht es ja für ihre Intelligenz, daß sie sich ein Eichhörnchen nicht für einen Vogel verkaufen lässt.
Zweitens sollte ich doch endlich mal den Tipp unserer Ausbilderin umsetzen. Sie hat mir geraten, verschiedene Leckerle dabei zu haben. Was bedeutet: Um so schwieriger die Aufgabe für den Hund, um so toller und exclusiver muß das Leckerle sein.
Es ist ja schon ein großer Unterschied, ob mein Hund auf ein normales Heranrufen kommt, oder ob er für mich ein Eichhörnchen links liegen läßt.
01.04.08 Die letzten Tage
Auf der Suche
Hier spricht Banou: efa sucht einen Weg. Was das soll weis ich nicht. Wir haben hunderte davon. Er soll nicht zu lang, nicht zu kurz und nicht zu steil sein. Dazu noch für alle Altersklassen geeignet. Mir soll´s recht sein. Ich komme dadurch viel rum.
Jeder Weg riecht anders!
Unterwegs dann efa´s Stimme: „Banouchele komm schön her!“ Logo, komme ich. Es gibt ja immer was Leckeres! Aber wenn ich mal wirklich was ganz Tolles (Vögel, Eichhörnchen, Rehe, oder etwas mit einem ganz speziellen Geruch) gefunden habe, dann höre ich schon die Kommando-Stimme: „Nein, Pfui oder Aus!!!“ Man gönnt mir auch gar nichts!
Gestern sind wir auch ein ganzes Stück durch das Dorf gelaufen. Da gab es Düfte! Wundervoll, kann ich euch sagen!!! Das könnte efa ruhig öfter mit mir machen. Da gibt es so viel zu riechen von der Hundewelt.
Trick 17
Hier spricht efa (Mama): Wie gesagt, Banou geht momentan meistens an dieser Armverlängerung. Wir kommen schon viel besser damit zurecht und verknoten uns nicht mehr so oft im Gebüsch. Bei den Bäumen wechseln wir uns ab. Manchmal geht Banou an der Leine zurück. Ein anderes Mal umgehe ich mit dem anderen Ende den Baum. Irgendwie einigen wir uns immer.
Neuerdings hat die kleine Maus eine Trick entwickelt. Ich kann es ja verstehen, dass es Banou nicht gerade toll findet, mit mir verbunden zu sein. Wenn es ihr reicht………
OH, ich merke gerade: Das darf ich nicht erzählen, sonst werde ich für …….. gehalten.
Oder, habe ich da nicht gerade irgendwo gelesen?: „Die Bedürfnisse des Hundes sind unbedingt zu erfüllen!“
Oder, habe ich da etwas missverstanden? Möglich ist alles.
Im Garten
Hier spricht Banou: Seit ein paar Tagen haben wir ganz tolles Wetter! Mama und Papa sind jetzt auch öfter im Garten.
Papa hat tausende Zweige an den Bäumen abgeschnitten. Das war eine Arbeit! Ich habe alle gleichmäßig im Garten verteilen müssen.
efa macht so komische Dinger an ihre Hände. Die sind ganz prima für Zerrspiele und zum reinbeißen. Ich darf aber nicht. Nie im Leben habe ich gedacht, dass efa so ein Spielverderber ist!
Blumen und Bienen
Banou hat ein neues Hobby. Sie versucht die Bienen oder ähnliche Insekten zu fangen. Ich befürchte, das könnte in die Schnauze gehen! Ob ich schon mal Gegengift organisiere?
28.03.08 Die Sonne, die Sonne und du…………….
Juhu! Sonnenschein! Uns ist richtig warm geworden heute Mittag. Wir hatten einen tollen Erfolg. Im Wald hat Banou eine Wildspur aufgenommen. Nase auf dem Boden. Im Zick Zack immer schneller! Trotzdem hat sie sich noch abrufen lassen!!! Was sagt man dazu? Auch sonst hatten wir viel Spaß.
Eine unserer Lieblingsbeschäftigungen: Am Eßtisch sitzen und unseren Freilandhund beobachten. Einfach köstlich!!!
27.03.08 Ich steh im Regen………..
Gestern habe ich Post von einer Futtermittel-Firma bekommen. Darin stand unter anderem:
Gerade jetzt, mit 6 bis 7 Monaten beginnt die Pubertät (des Hundes) und damit eine anstrengende Zeit für Sie beide. Ihr Hund will jetzt wissen,………….und testet immer wieder aus, wie weit Sie ihn gehen lassen.
Mein erster Gedanke: „Woher kennen die meinen Hund?“
Mein zweiter Gedanke: „Du bist wohl nicht die einzige unfähige Person, in dieser Hundewelt!“
Das ist schon etwas beruhigend und ermutigt mich. So kann ich auch über die Situationen schreiben, die nicht so ganz wunschgemäß verlaufen.
Unser Morgenspaziergang war heute in einem fremden Gebiet. Wir haben wohl gerade die Haupt-Gassi-Zeit erwischt. Kurz hintereinander lernt Banou sieben neue Hunde kennen. Die Kommentare der anderen Frauen: „Ach ist die süüüß! So ein Knuddel- bärchen! Die ist ja so goldig! Schau mal wie die spielen will!“
Es läuft alles prima, bis mein süßer, goldiger Knuddelbär in das Auto hüpfen soll. Nein, genau das will Banou nicht!
Keine Ahnung warum. Da frage ich mich: „Was geht in diesem Hunde-Hirn vor?“
Ich steh im Regen und bin erst mal baff. „Das kann doch wohl nicht war sein?“
Es sind wieder Geduld und Phantasie gefragt. Mein Hund sitzt mitten auf der Straße (zum Glück ist es eine Sackgasse) und denkt nicht im Entferntesten daran, das zu tun, was ich gerne hätte…………… Das mit einem Blick, als könnte mein Lieblingshund kein Wässerchen trüben. Meine Laune trübt sich schon etwas ein, aber das darf ich mir auf keinen Fall anmerken lassen. Immer schön freundlich bleiben! Fragen Sie nicht warum ich Banou nicht an die Leine genommen habe? Glauben Sie mir, ich habe es versucht!
Heute muss ich schon extrem tief in die Fantasie-Schublade greifen! Das ganze Geschehen nimmt auch Zeit in Anspruch! Papi wartet dringend auf das Auto………
Mein Handy funktioniert nicht! Zum Glück weiß ich nichts davon. Es ist so geschaltet, daß ich in einer Konferenz bin, und nicht gestört werden darf. Im übertragenen Sinne stimmt es sogar! Allerdings habe ich keine Ahnung, wo überhaupt die Tasten dafür sind. Was da wohl wieder für ein Teufelchen am Werk war?
27.03. bis 06.04.08 Meine drei Eurasier-Mädels
Bei unserem Nachmittags-Spaziergang mache ich mir so meine Gedanken über die Vorgänger-Hunde. Wie waren die in dem Alter und überhaupt?
Wenn ich meine drei Hunde so vergleiche, fallen mir kaum Gemeinsamkeiten ein. Eurasier sind oder waren es alle. Optisch und charakterlich völlig verschieden.
Gippsy vom Rothenklingen: Wolfsgrau, klein, zierlich und quirlig. Ich hatte absolut keine Ahnung! Die Ratschläge meines Vaters habe ich ignoriert. Hundeplatz hat man 1984 mit Gebrauchshunden, Schutzdienst und Drill in Verbindung gebracht. Welpenschulen gab es noch keine. Außerdem wurde uns gesagt, dass ein Eurasier sowieso alles von alleine lernt. Allerding hatte Gippsy davon keine Ahnung.
Wir haben mit ihr die tollsten Situation erlebt. Vor allem im Beute-Trieb war sie nicht zu bremsen. Sie hat Hühnerställe, Ententeiche und Schafherden aufgemischt. Wir saßen irgendwo im Feld und haben gewartet bis sie von der Hasenjagd zurückkam. Wie oft waren wir am Rande mit den Nerven? Sie hat sich jahrelang in allem gewälzt, was in irgeneiner Form unappetittlich war. Als junger Hund hat sie viel kaputt gemacht. In den ersten Jahren war sie viel krank. Das hat sich nach einer Operation geändert. Bis ins hohe Alter hat sie den Tierarzt nur noch zum Impfen gesehen. Bellfreudig war sie auch. Ihre Großmutter war eine Wolfspitz-Hündin. Das hat bei Gippsy voll durchgeschlagen. Gippsy war sehr empfänglich für Streicheleinheiten von jedermann. Wer mal angefangen hatte, wurde sie gar nicht mehr los. Wenn es ihr zu turbulent wurde, hat sie sich gerne zurückgezogen. Silvester und Gewitter waren für sie der größte Albtraum. Die letzten beiden Jahre hat sie kaum noch etwas gehört. Da konnten diese Ereignisse ohne Stress an ihr vorbei ziehen. Im Laufe der Jahre haben wir uns arrangiert. Wir haben unsere Macken gegenseitig akzeptiert und unser Leben 17,5 Jahre miteinander geteilt.
Hunde die größer waren als sie selbst, mochte sie nicht. Ausnahme waren Airdale Terrier. Von der Rasse hatte sie einen Jugendfreund. Dem hat sie nachgetrauert.
Dabei fällt mir auf, diese Rasse sieht man heute gar nicht mehr.
Gippsy war schon zwölf, als Andora zu uns kam. Zunächst war sie mal überhaupt nicht begeistert. Aber dann war es das Beste, was ihr passieren konnte. Sie ist nochmal so richtig aufgelebt. Wenn ich nur sie alleine gehäbt hätte, dann wäre Gippsy im Schongang gelaufen. Durch den jungen Hund ist sie mitgelaufen und war zu viel mehr fähig, als ich ihr zugetraut habe. Sie war bereits 14 als wir eine große Wanderung gemacht haben. Der einfache Weg betrug zwei Stunden. Wir hatten wirklich Bedenken ob sie das schafft. Sie werden es nicht glauben: Gippsy ist flotter gelaufen, als die zweijährige Andora.
Ihre Quirligkeit kam ihr im Alter zu Gute. Sie hat bis zum Schluß nicht eine Tablette gebraucht. Gippsy wurde in Ruhe alt.
Andora von der Tomburg kam 1996 zu uns. Da hatte ich schon Ahnung! Allein durch die Tatsache, dass ich durch meine ehrenamtliche Tätigkeit in der KZG viel mitbekommen habe. Über viele Jahre hatte ich auch beruflich mit Hunden und deren Besitzern zu tun. In der Zwischenzeit hatte sich durch die Kampfhunde-Diskussion sowieso viel geändert. Welpenschulen schossen wie Pilze aus dem Boden.
Andora war der Traumhund schlechthin! Als erwachsene Hündin war sie die „Majestät!“ Souverän, substanzvoll mit einer hohen Reizschwelle. Sie hatte die Farbe scharz mit Abzeichen. Trotz Traumhund hat sie mir in eben diesem Alter den ein oder anderen Alptraum beschert. Wir haben es überstanden! Gebellt hat sie das erste halbe Jahr überhaupt nicht. Dann hatte sie eine Stimme wie ein Bär. Solange Gippsy fit war, hatte diese die Wachfunktion. Andora hat nicht mitgebellt, was sehr angenehm war. Ein Widerspruch war, dass sie die Nachbarn bis zum Schluß verbellt hat. Weiß der Kuckuck warum? Das hat sich Andora nicht austreiben lassen. Aha, auch sie hatte ihre Macken. In den letzten Monaten ihrer Krankheit, hatte ich den Eindruck, daß die Bellerei zugenommen hat. Andora war ein Schmusehund. Sie war immer dabei und mitten im Geschehen. Rückzug gab es bei ihr nicht. Andora war ein Wohnungshund. Ohne uns hat sie sich kaum im Garten aufgehalten.
Mit anderen Hunden war sie sehr verträglich. Ihre Führungsposition stellte sie aber sofort klar. Sie war vielleicht sieben oder acht, als sie innerhalb von kurzer Zeit zweimal angefallen wurde. Danach hat sich ihr Verhalten sehr verändert. Wenn ihr ein Hund nicht geheuer war, wählte sie die Flucht. Was mir auch so einiges Herzrasen beschert hat.
Mit ihrem Krankheitsverlauf hat sich ihr Verhalten ganz deutlich verändert. Sie ließ nur noch Kontakt von alten Freunden zu. Neue Bekanntschaften wollte sie nicht mehr.
Hunde die sie jahrelang dominiert hatte, ignorierte sie völlig. So konnte sie ihre Würde behalten.
Andora war neun Jahre lang gesund. Dann bekam sie bösartigen Krebs. Zwei Operationen konnten ihn nicht aufhalten.
Der alte Hund hat den Vorteil, dass die Jugendsünden vergessen sind. Man versteht sich ohne viel Aufhebens. Ein Blick sagt mehr als tausend Worte. Andora hat auf den Tag genau elf Jahre bei uns gelebt. Sie ist im Sept. 2007 verstorben. In der Abschiedsstunde war die ganze Familie versammelt. Nach ihr habe ich nicht erwartet noch einmal einen Traumhund zu bekommen.
Banou von den Fischteichen war schon geboren. Sie hat unsere Wunschfarbe rot. Wir waren füreinander bestimmt. Unser Zusammenkommen ist eine Geschichte für sich.
Es war schnell klar, dass Banou ein ganz besonderes Unikat ist. Die erste Zeit war sie ein richtiges Sensiebelchen. Heute merke ich kaum noch etwas davon. Mit ihrer schnellen Anpassungsfähigkeit hat sie mich sehr überrascht.
Eines ist erhalten geblieben: Banou überrascht mich immer wieder. In Situationen, wo ich überhaupt nicht darauf gefasst bin, macht sie genau das Gegenteil von dem was ich gerade erwarte. (Siehe oben)
Das kann positiv und negativ sein. So hat Banou noch eine neue Bezeichnung: Sie ist ein Überraschungshund!!!!!
Bei dem dritten Hund war ich davon überzeugt, dass ich ausreichend Ahnung habe! Weit gefehlt!
In den ersten beiden Tagen wurde alles angeknurrt und angebellt. Mir schwante Schlimmes! Es hat sich aber gelegt. Als nächstes hat sie Sohnemann zur Spielaufforderung angebellt. Dabei hatte Banou so eine hohe, schrille Stimme, dass mir bald die Ohren geplatzt sind. Das hat zum Glück auch nur kurz angehalten! Heute bellt sie kaum. Obwohl Banou als Freilandhund sehr viel im Garten ist, hört man äußerst selten etwas von ihr! Sie fiept höchstens ganz laut, wenn einer ihrer Freunde vorbei geht. Mancher kommt auch rein zum Spielen. Da geht die Post ab!!!
Banou ist für mich als Wohnungshund nicht vorstellbar. Die Tendenz für den Gartenaufenthalt hat sie schon am zweiten Tag deutlich gezeigt. Es ist für mich täglich aufs neue faszinierend. Banou kann sich stundenlang alleine beschäftigen. Nichts desto Trotz ist sie in dem Pubertäts-Alter und vielleicht doch nicht so anders?
Die Hoffnung besteht, dass ich in einigen Monaten darüber lachen kann. Außerdem dauert so eine kalte Dusche ja nur ein paar Minuten. Danach ist Banou wieder mein süßer, goldiger Knuddelhund!!! Banou ist ein Schmusehund mit Sternchen. Jeder in der Familie hat über den Tag verteilt, seine Schmusezeiten. Mit keiner ihrer Vorgängerinnen habe ich so viel und ausgiebig geschmust. Für die anderen hatte ich auch nicht so viel Zeit. Am Anfang hat sie dies auch ganz nötig gebraucht. Ihre engste Familie liebt sie sehr und zeigt das überdeutlich. Der Hund macht uns allen enorm viel Spaß und Freude. Anderen Menschen begegnet sie mit großer Zurückhaltung. Wer Banou für sich gewinnen will, muss sich schon ganz besondere Mühe geben. Das hat in den ersten Wochen einige Sonder-Übungsstunden erfordert.
Irgendwelche Geräte (Bürsten, Körmaß, Latten), die ihren Körper berühren, mag sie nicht. Das ist auch so ein Gedulds- und Phantasiespiel!
Vom Aussehen kommt Banou sehr nach ihrer Mutter. Sie ist hochbeinig und schlank. Wahrscheinlich wird sie eher kurzes Fell behalten. Charakterlich hat sie wohl von beiden Elternteilen etwas mitbekommen.
Die Beschäftigung mit diesem Thema hat mir sehr gut getan. Meine Bindung an Banou hat sich dadurch noch intensieviert. Sie ist für die ganze Familie ein Goldschatz. Jeder profitiert auf seine Weise davon.
Das Freßverhalten der drei Damen war auch völlg unterschiedlich. Sie können es gerne nachlesen bei „Ernährung“ ganz unten.

