Der letzte Eintrag muß korrigiert werden! Siehe Erziehung.
20.08.08
Irgendwann war Banou einfach so, wie wir sie haben wollten. Es hat gestimmt und jeden extra Aufwand überflüssig gemacht. Gleichzeitig hat sich mein Zeitvolumen, für solche Unternehmungen, stark reduziert. Wahrscheinlich sind wir auch so, wie Banou uns haben will. Fazit: Alle sind zufrieden!
15. bis 17. Mai Seminar nach Lind-art „Team – balance“
Warum dieses Seminar?
Mit größter Wahrscheinlichkeit war es der Name: „Team-Balance“
Das Seminar wurde Anfang des Jahres in unserer Welpenschule empfohlen. Die Anmeldung habe ich relativ schnell erledigt. Lind-art, keine Ahnung. Vielleicht wurde uns auch etwas dazu erklärt. Wenn habe ich es vergessen. Ich wollte nur Eines; mit Banou ein Team werden. Zu diesem Zeitpunkt waren wir noch unendlich weit davon entfernt. Dazu noch in Balance sein. Es war mir klar, daß ich sehr viel dafür tun muß.
Vorbereitung
Bei unserer Vorbereitungs-Stunde am 3. Mai wurden wir darauf hingewiesen, daß wir viele Spielsachen und Leckerle benötigen. Wir werden über zwei Tage arbeiten und sollen den Hund immer wieder neu motivieren können. Die Spielsachen benötigen wir alle im Doppelpack. Deshalb haben wir auf der Ausstellung in Saarbrücken entsprechend eingekauft. Leckerle in allen Variationen: Harte, weiche, lange und kurze. Von Normal bis extra Klasse und solche, die wir selbst in den Mund nehmen können.
Als Bettlektüre habe ich mir ein Buch von Ekard Lind zugelegt: „Richtig spielen mit dem Hund“
Was ist Lind-art?
Team-Balance stellt neue Maßstäbe in der Hundeerziehung und -Ausbildung dar. Die Motivationsbereiche werden erstmals nicht nur auf Beute und Futter beschränkt. Alles, was dem harmonischen Miteinander dient und alles, was motiviert, – wird eingesetzt; Bewegung & Haltung, Berührung, Mimik, Akustik, Futter & Beute. An Stelle von Zwang und Druck lernt der Hund lustvoll und engagiert.
Das Ergebnis lässt sich sehen: Mensch und Hund in Harmonie, lachende Hunde, die freudig und hochmotiviert das Letzte gebend – als Teampartner zum Mensch. Das zeigen sie bis ins hohe Alter. Balance zu entwickeln zwischen Motivation und Autorität, zwischen Freiraum und Regeln, das wird in diesem Basis Seminar vermittelt.
Theoretischer Teil
Hier konnte ich neue Erfahrungen sammeln oder alte bestätigt bekommen.
Der Hund lernt lernen! Jeder erlebt seine Umwelt anders! (Dies kann ich bestätigen!)
Das Verhalten des Hundes ist niemals stabil! (Genau, gestern hätte ich noch geschworen, daß ich Banou in jeder Situation abrufen kann. Heute am 23.05.08 hat das schon wieder anders ausgesehen!)
Der Hund braucht Zeit um das Gelernte zu verarbeiten. Der Mensch auch! Sie merken es schon daran, wie viel Zeit ich benötige, um diesen Bericht zu verfassen.
Neue Übungen nicht sofort anschließen.
Schwierige Übungen auf den Abend legen. Damit der Hund im Anschluß Ruhe hat und alles verarbeiten kann.
Neue Aufgaben an drei aufeinanderfolgenden Tagen üben. Zeigt sich kein Erfolg wurde die falsche Taktik angewendet.
Praktischer Teil
Auf Los gehts los. Aber schön langsam. Zuerst wurden alle Übungen gezeigt und erklärt. Dann konnten die Teilnehmer Trockenübungen (d.h. ohne Hund) machen. Dazu ist erst mal eine gewisse Überwindung nötig. Der Mensch soll lernen, sich in der Hundesprache auszudrücken. Jetzt überlegen Sie mal genau wie Ihr Hund mit Ihnen kommuniziert………………………….
Wir hatten auf jeden Fall alle viel zu lachen!!!
Die Lind-art Tutorin
Antje Engel lebt und wirkt hauptsächlich in Saalfelden / Österreich
Wie geht es weiter?
Es wurde mir klar, daß diese Methode zu Banou und mir paßt. Ich hatte das Gefühl, als hätte ich ein paar Leckerle bekommen und will jetzt eine Schüssel voll. Wie komme ich an die Schüssel?
Das ist zunächst nicht so ganz einfach, weil es momentan vor Ort keine regelmäßigen Übungsstunden gibt. Wir arbeiten daran. Bzw. wir bearbeiten K. und M.! Auf gehts Mädels!!!!
Ganz sicher werde ich mich im Oktober zu einem weiteren Seminar anmelden!
Die Tage danach
Manches klapp gut, manches gar nicht………………..
03.05.08 Sonderstunde
Wegen dem bevorstehende Lind-Seminar wurden wir zu einer Vorbereitungsstunde eingeladen. Die Menschen dürfen zuerst eine Trockenübung machen.
Es geht darum, den Hund mit einer bestimmten Körper-Haltung in seiner jeweiligen Aktion zu stoppen. Nachdem die Trockenübung funktioniert wird mit jedem Hund einzeln geübt. Jeder Hund verhält sich anders. Banou natürlich sowieso! Sie ist ja grundsätzlich anders…….
Mitte Mai haben wir uns zu einem Seminar nach Ekard Lind angemeldet.
Unsere Trainerin hat mir empfohlen vorher nichts Anderes zu beginnen. Danach wäre ich in einer anderen Welt. Hoffentlich finde ich dann noch nach Hause.
12.04.08 Unterschiede
20.03.08 Es ist an der Zeit mich darüber zu informieren, wie und wo wir beide weiterlernen können.
Am Montag habe ich mir den ersten Verein angesehen. Auf dem Platz fand gerade eine Obedience Übungsstunde statt. Mir war schnell klar, dass ich nachts davon träumen würde. Vorher hatte ich nie etwas darüber gehört oder gelesen. Das hat sich inzwischen geändert. Einfach Traumhaft! Es ist eine gehobene Form der Unterordnung. Es wurde leise und aufmerksam geübt. Von den Hunden innerhalb und außerhalb des Übungsgeländes war nichts zu hören. Der Trainer gab ruhig und gelassen seine Anweisungen.
Die Menschen ohne Hund wurden als Menschengruppe engagiert. Es war auch Zeit, meine Beine waren schon eiskalt und kurz vor der Erstarrung.
Als nächste Gruppe kamen Anfänger auf den Platz. Es war erstaunlich, was relativ junge Hunde schon geleistet haben.
Da habe ich es wieder gesehen: Üben macht den Meisterhund!
Am Dienstag: Eine Reihe geparkter Autos. In jedem bellende und schreiende Hunde! Menschen waren keine zu sehen. Die saßen in der Kneipe. Im Eingangsbereich gibt es Boxen mit bellenden Hunden.
Auf dem Platz wurde Schutzdienst geübt. Der Hund musste den Figuranten stellen und bellen was das Zeug hält. Am liebsten wäre ich wieder gegangen! Aber ich habe ausgehalten, weil gleich die allgemeine Übungsstunde beginnen sollte.
Plötzlich kam Balu aus einer Box geschossen. Der Hund war sowas von aufgedreht! Eine Runde über das Feld hätte ihm gut getan. Aber nein, Balu durfte auf den Übungsplatz. Er sollte schön bei Fuß gehen. So lange ich zugesehen habe, hat es nicht geklappt. Er wurde erst von Frauchen dann von der Trainerin herumgezerrt. Hoffentlich durfte er danach ins Feld.
12.04.08 Durch die Osterferien hatten wir eine ungewollte Pause.
Vor ein paar Tagen habe ich mir die dritte Übungsstunde angesehen. Wieder eine Reihe geparkter Autos. Zu hören ist nichts. Ich betrete das Vereinsgelände und gehe auf den Übungsplatz zu. Nur ein Hund auf dem Platz! „Das ist ja öde“, war mein Gedanke. Außerhalb stehen nur Menschen ohne Hunde. Auf dem Platz vier Personen. Ich frage nach, ob ich reingehen kann, um alles genauer mitzubekommen. Es geht in Ordnung. Das Training ist sehr interessant und aufschlußreich. Als bei dem Hund die Konzentration nachläßt wird das Training beendet. Die Trainerin bespricht und erklärt den Umstehenden wie, was, warum gelaufen ist. Dieser Hund wird zum Auto gebracht. Der nächste kommt auf den Platz. So geht es weiter……..
( Balu aus der Dienstag-Gruppe hier nch fünf Minuten verabschiedet worden.)
Das habe ich noch nie gesehen. Mit jedem Hund wird einzeln geübt! Genau auf den Hund und seinen Menschen eingegangen.
Die meisten sind in dem Alter von Banou. Siehe da, die können auch nicht mehr, als wir beide. Da ist doch die Welt wieder in Ordnung!
Eine interessante Begegnung am Rande: Ich erkenne einen der wartenden Männer und gehe auf ihn zu. Mit den Worten: „Hallo, da ist ja Sammy“, schlage ich ihm auf die Brust. Er schaut mich an, als wäre ich ein Mondkalb. Nochmaliger Versuch: „Das ist doch Sammy, oder?“ Von dem Mann immer noch keine Reaktion. Die Trainerin hat Erbarmen: „Das ist der Hans, aber sein Hund heißt Sammy!“
Sammy ist der blonde Jüngling aus der Zwergenschule. So trifft man sich wieder!