Wir wachsen an- und miteinander!
18.09.08 Gewohnheiten….
…..schleichen sich ganz langsam ein. Wenn sie sich dann mal festgesetzt haben, sind sie sehr schwer wieder auzubügeln. Banou war gestern ein Jahr alt. Das regt zum Nachdenken an. Die unten stehenden Einträge habe ich gerade durchgelesen und mir die Entwicklung vor Augen gerufen.
Es gab eine Zeit, da war ich mir sicher, alles im Griff zu haben. Dann habe ich den Fehler begangen mich auf dem Erfolg auzuruhen. Banou hat das ganz still und leise ausgenutzt.
Gleichzeitig haben sich Aufgaben und Kompetenzen innerhalb der Familie verändert. Welche Rolle das spielt kann ich nicht wirklich nachvollziehen.
Auf jeden Fall gibt es Einiges zu tun. Aber wir Menschen leben auch mit Gewohnheiten. Mal sehen wann ich ein Gespräch mit meinem inneren Schweinehund führen kann. Ob es etwas nützt?
20.7.08 Banou mit zehn Monaten
Der Hund ist einfach nur großartig. Ich möchte hier keinen Lobgesang anstimmen. Aber das Einzige, was uns wirklich stört, ist die Tatsache, daß sich Banou im Wald gerne in die Büsche schlägt. Irgendwie richt es da immer nach etwas Hochinteressaantem.
Ansonsten ist Banou der tollste Hund unter dem Sternenhimmel!! Oh, Entschuldigung; nein das ist ja Ihrer!
05.06.08 Unklarheiten
Wir wurden bei dem Lind-Seminar darüber informiert: Nichts steht fest – alles kann sich verändern. Das merke ich gerade. Seit letzte Woche hat Papi das Vergnügen mit Banou den Morgenspaziergang zu machen. Was bedeutet, daß meine Beeinflussung auf die Hälfte geschrumpft ist. Nun weis ich nicht genau ob er die Gebrauchsnweisung richtig gelesen hat. Meine Sprache hat er nicht übernommen. Nach seiner Aussage hört sie auch auf „normale“ Kommandos!
Oder versteht Banou mich jetzt nicht mehr? Es gibt auf jeden Fall wieder Arbeit! Dabei war es gerade so schöööön!
18.05.08 Banou ist mit 8 Monaten ein wahres Juwel!
Hund in Sicht: Banou bleibt stehen. Kommt auf meinen Ruf sofort!!! Sie bekommt Leckerle und wird angeleint. Ich führe Banou mit der Unterstütung von Leckerle an dem fremden Hund vorbei. Das funktioniert allerbestens. Mit bekannten oder freundlichen Hunden darf sie jederzeit spielen.
Pfui und Aus müssen noch geübt werden.
Vögel egal welcher Gattung sind momentan kein Thema. Dafür hält sich jetzt eine junge Katze in unserem Wäldchen auf. Das ist eine neue Herausforderung für uns beide!
Tabu-Zonen werden wieder eingehalten. Derzeit klappt es hervorragend mit uns beiden.
Für die positve konzentrierte Aufmerksamkeit, die ich Banou bei den Spaziergängen schenke, werde ich in hohem Maße belohnt.
Bei dem Lind-Seminar habe ich viel Positives mitgenommen. Dies kommt unserer Bindung sicher entgegen.
08.05.08 Verrückt oder was?
Es ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Etwas davon wohnt bestimmt in mir.
So habe ich für das Heranrufen einen bestimmten Code entwickelt. „Komm“ oder „Hier“ rufe ich nur, wenn kein Beute- oder Zielobjekt in Sicht ist.
Für besondere Objekte gibt es auch spezielle Rufe, in Kombination mit entsprechenden Leckerle.
Das bedeutet in der Praxis:
Objekt in Sicht – Akkustisches Signal (Ruf) – Banou kommt – Leckerle und Lob
Es funktioniert ganz herrvorragend. Momentan trainiere ich eine „De luxe“ Kombination für Rehe und Hasen. Das ist höchste Schwierigkeitsstufe. Sie werden es erfahren, ob es im Ernstfall funktioniert.
Sinnvoller Weise sollten meine Männer die gleiche „Arbeitsweise“ an den Tag legen. Sie haben von mir eine theoretische Instruktion bekommen. Was glauben Sie wie die mich angeschaut haben??????????????????
Mein Mann möchte, daß ich meine Rufe auf einem Diktiergerät festhalte. Das wird was geben! Garantiert hat er dann beim Vogel den Ruf für den Hasen. So lange er mit den Leckerle nicht durcheinander kommt, wird sich der Schaden in Grenzen halten.
Es kommt demnächst noch viel toller. So weit ich dem Buch von Ekard Lind entnehme, werde ich bald in Pantomime ausgebildet. Für mich ist das denkbar. Aber für meine Männer???????
06.05.08 Eine neue Aufgabe
Mit dem Erfolg, den ich durch das Leinentraining erzielt habe, kann ich mehr als zufrieden sein. In der Folge ist es nun sehr wichtig die Bereitschaft von Banou zu festigen. Ihre Konzentration auf meine Person zu intensivieren. Dazu habe ich mir aus dem Buch von Ekard Lind „Richtig spielen mit Hunden“ eine neue Aufgabe gewählt:
Aufgabe für die kommenden Spaziergänge
- Beobachten Sie ihren Hund!
- Bemerken sie seine Fragen!
- Interperetieren Sie seine Fragen und geben Sie die situativ erforderliche Antwort!
Auszug aus obigem Buch: Die stummen Fragen des Hundes
Wenn wir mit unserem Hund spazieren gehen, dann kann es passieren, dass er kurz stehen bleibt und uns ansieht. Das Ganze geschieht lautlos. Wenn wir genauer hinsehen, will er uns fragen: “ Hallo, Herrchen darf ich noch ein wenig weiter weglaufen?“
Wir übergehen diese Frage mit starrem Blick und ohne die geringste Antwort. Für den Hund bedeutet dies aber eine ganz erhebliche Absage……….
Was ist die Folge? Er wird in Zukunft weniger häufig Fragen stellen………..
Kommunikation
Es liegt auf der Hand, dass wir mit dem Hund kommunizieren müssen………
Aber oft wird vergessen, dass vor jeder Kommunikation die „Verbindung“ steht. Im vorigen Abschnitt war die Sache einfach. Der Hund hat die Initiative ergriffen und uns angesprochen. Völlig anders sieht das Ganz aus, wenn wir den Hund ansprechen wollen.
Schaut der Hund nicht her, ist er abgelenkt oder hat er anderes, für ihn Wichtigeres im Sinn, so schlagen all unsere Komminikationsbemühungen fehl………….
05.05.08 Tag zwei ohne Leine
Irgendwann muß es ja sein. Eine gewisse Unsicherheit ist schon dabei. Wie wird es gehen?
Meine Taschen fülle ich mit Leckerle der Kategorie zwei bis fünf Sterne!!!
Vögel und Eichhörnchen sind ein Grund direkt umzukehren und bei mir das Leckerle der Kategorie zwei abzuholen.
Hunde im Gegenverkehr: Banou bleibt stehen! Sie kommt sofort auf Zuruf. Es gibt Leckerle mit vier Sternen! Alle Beteiligeten gehen aufeinander zu. Ab einem gewissen Abstand lasse ich Banou „Sitz“ machen. Es gibt weiter Leckerle. Wenn der andere Hund auf Augenhöhe ist, kann sie ihr Hinterteil nicht mehr stillhalten. Banou setzt sich aber sofort wieder und wird ganz doll gelobt! Das ist ein großartiger Erfolg!!!!
Heute Abend haben wir drei freilaufende Hunde getroffen. Zuerst verfahre ich wie oben. Nachdem die Anderen nicht angeleint werden, lasse ich Banou auch wieder los. Es stellt sich heraus, daß alles Hündinnen sind. Sie kommen nicht her und Banou will nicht hin. Die Mädels werden ihre Gründe haben.
02.05.08 Die Zeiten ändern sich
Heute Morgen ist im Wald etwas Ungewöhnliches los. Wir hören es Beide, können aber das Geschehen nicht lokalisieren. Auf dem Rückweg hören wir es wieder und können es auch sehen.
Ein Eichhörnchen ist dabei ein Raabennest auszurauben. Die Eltern veruchen unter großem Protest ihren Nachwuchs zu retten. Banou und ich sehen vom Weg aus gespannt zu.
Plötzlich bekomme ich einen Stuppser: Banou will ein Leckerle! Das hat sie auch verdient! So ein tolles braves Mädchen!!!
Vor zwei oder drei Monaten wäre Banou im Gebüsch verschwunden und hätte versucht auf den Baum zu klettern. In mir wäre der Frustpegel gestiegen und ich hätte allerlei Fehlversuche einstecken müssen.
Nächste Woche beginnt wieder die Zeit ohne Leine! Ich bin gespannt……………
10.04.08 Erstaunlich
Gestern musste ich wirklich total staunen: Sohnemann steht mit Banou am Leckerle-Schrank. Er schaut sie an: Banou macht Sitz! Er gibt einen Ton von sich oder schnalzt mit den Fingern; Banou platzt sich hin. Alles ohne wenn und aber!
Ich bin baff!!! „Du kannst das ja besser als ich! Das ohne Buch, ohne Hundeschule und ohne mich zu fragen!!!“ Seine Antwort: „Ja Mutter, das ist auch mein dritter Hund!!!“
Was sollte ich da noch sagen? Da kann ich mir eine Scheibe abschneiden.
Hintergrund: Sohnemann hatte am 15. März mit Banou ein absolutes Streßerlebnis. Danach hat er sich einige Gedanken gemacht und in die Tat umgesetzt. Mit dem Ergebnis, daß Banou ihm „zu Füßen liegt“!
08.04.08 Erfolgreich
Banou geht seit Wochen, aus erziehrischen Gründen, überwiegend an der langen Leine. So kann ich auf jede Herausforderung direkt einwirken. Unsere Ausbilderin in der Welpenschule, hat mir folgenden Tipp gegeben. Es sei sinnvol für verschiedene Schwierigkeitsstufen, dementsprechende Leckerle dabei zu haben. Das habe ich jetzt endlich in die Tat umgesetzt. In freier Natur kommen die Herausforderungen in der Regel unvorhersehbar auf uns zu. Dann ist die Frage: „Was tun?“
Hundebegegnungen: Für Banou das Tollste überhaupt! Ich bin dann Nebensache! Wir üben folgendermaßen:
Banou soll entweder bei „Fuß“ gehen (ist noch zu üben)
Oder macht am Wegrand „Sitz“ (klappt immer besser)
Ab einem gewissen Punkt kann ich einschätzen, wer oder was uns da entgegenkommt.
Ist der Eindruck negativ, bleibt Banou unter Leckerle-Großeinsatz, in der gewünschten Position.
Bei positiver Meldung, darf sie ab einem bestimmten Punkt, auf Kommando loslaufen und spielen.
Wenn sich unsere Wege trennen, kommt Banou auf Zuruf und lässt sich gerne wieder anleinen.
Der letzte Punkt klappt wirklich überwiegend hervorragend. Bei den anderen sind wir vom Ziel noch weit entfernt. Eine Verbesserung kann ich jedoch täglich beobachten.
Pfui und Aus: Es gibt so einiges unappetittliche in der Landschaft, an dem Banou an vielen Tagen ohne wenn und aber vorbeigeht. Tja; und dann gibt es noch die anderen Tage. Wir arbeiten daran.
Unser Abendspaziergang war von Schwierigkeitsgraden geradezu gespickt!!!
Nach diesem Streßprogramm mit dem Fotoalbum hatte ich einen extra entspannenden Spaziergang nötig. Wenn ich so richtig fertig bin, muß ich ins Feld. In so einer Situation habe ich ein enormes Bedürfnis nach Weite und Freiheit.
Von Weitem sehe ich einen großen braunen Gegenstand am Waldrand. Mein Gedanke: „Das könnte ein Reh sein!“ Wir kommen näher. Lange bewegt sich nichts. Plötzlich hebt das Rahe den Kopf. Es läuft Richtung Wald. Hinterher das zweite, das dritte und das vierte. Banou bekommt von all dem nichts mit. Sie ist auf die Gerüche in ihrer Nähe konzentriert.
Wir nähern uns dem Ort des Geschehens. Banou nimmt die Witterung auf. Da, kommt noch ein verspätetes Reh aus dem Gebüsch. Es springt direkt von uns über den Weg. Ohne Leine könnte ich mich jetzt für eine unbestimmte Zeit von Banou verabschieden.
Aber ich bin ja präpariert und ziehe das Zauberwürstchen aus der Tasche!! Es zieht wirklich! Nicht sofort und ausschließlich; aber dann zeigt sich das erwünschte Verhalten.
Banou versteht: „Das Würstchen in meiner Hand ist ihr sicher! Das Reh ist schon über alle Berge!“
Genau darin liegt der Sinn der Übung: Der Hund soll verknüpfen; immer wenn eine tolle Beute durch die Gegend springt, gibt es was ganz Excelentes bei Frauchen! Wenn Banou diese Übung entsprechend verinnerlicht hat, darf sie wieder ohne Leine laufen.
Etwas weiter kommt ein fremder Hund von rechts. Wir gehen weiter, wie oben beschrieben. Es klappt gut! Bei den ersten Wohnhäusern läuft uns noch eine Katze über den Weg. Das ist aber nur eine kleine Abschlußübung und leicht zu bewältigen.
18.03.08 Grenzen – wozu? Banou ist 6 Monate alt.
Juhu ein Hund am Horizont!!! Da muss ich hin! Das bedeutet Spiel, Spaß, Spannung!!! Mama läuft schon nicht weg, da bin ich ganz sicher!
Pfui und Aus! Warum? Ich mach mal so, als ob ich nichts hören würde.
Leckerle? Wozu? Ich weis doch wie die schmecken!
Raaben, oho! Mit denen kann ich ganz toll Fangen spielen. Dummerweise habe ich aber noch nie einen gefangen. Mama lässt mich auch nicht mehr üben. Ich hänge jetzt dauernd an dieser Armverlängerung. Das finde ich richtig dooof!!!
Tabu-Zone? Jetzt habe ich mich monatelang daran gehalten. Können wir das nicht mal ändern? Ich will auch mal bestimmen!!!
25.02.08 Lektion erteilt
Es ist einfach lästig, wenn man nichts Eßbares stehen lassen kann. Also habe ich mir was einfallen lassen und habe eine Falle gebaut. Zwei große Backbleche mit Überstand auf der Arbeitsfläche drapiert. Darauf kleine, lecker duftende Würstchen. Ich war noch nicht richtig aus der Küche, hat es schon gescheppert!!!
Ich glaube die Lektion hat gewirkt. Die Würste wurden nicht verspeist.
08.04.08 Die Lektion war erfolgreich! Es wurden bisher keine „Versuche“ mehr unternommen.
20.02.08 Such oben!
Banou liebt Suchspiele. Sie findet das kleinste Kügelchen in einem Blätterberg. Damit etwas Abwechslung ins Spiel kommt, lasse ich sie auch oben suchen. Auf einen Stein oder eine Brüstung lege ich die Leckerle. Es folgt das Kommando: „Such oben!“
Neuerdings übt die kleine Maus auch in der Küche! Das, obwohl ich weder etwas für sie hingelegt habe, noch das entsprechende Kommando gebe.
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Banou festgestellt hat, dass all die leckeren Sachen vom Küchenscharnk kommen. Wer weis das schon?
17.02.08 Super Hund
Wir haben gerade einen wunderschönen, sonnigen Spaziergang im Feld gemacht. Erstaunlicherweise war fast niemand unterwegs. Ein Jogger lief in unserer Nähe vorbei. Ich konnte Banou gut vermitteln, dass sie bei mir bleiben soll. Der Misthaufen hat sie heute gar nicht besonders interessiert. Es war kein großer Einsatz von Leckerle erforderlich. Dann waren da noch drei kleine Vögel, für die mein Ruf ausreichend war. Die Vögel waren auch ruck zuck weg. Als ich gerade so richtig zufrieden war, saß da ein großer schwarzer Raabe. Für Banou ein hochinteressantes Objekt! Es war schon zu spät! Banou dem Raaben hinterher! Beutetrieb in Aktion! Der Raabe fliegt nicht besonders hoch und landet. Banou nähert sich im Laufschritt. Der Raabe fliegt und landet……. Das Spiel wiederholt sich mehrfach. Endlich kapiert der Kerl, dass er auf der Elektroleitung landen kann. Banou; ja die besinnt sich darauf, dass ich auch noch da bin. Den Raaben hat sie nicht bekommen, aber bei mir da gibt es ja was Leckeres.
Somit haben wir wieder eine neue Lektion zu lernen. Ic h bin zwar mittlerweile interessanter als Jogger, Misthaufen und kleine Vögel. Für einen Raaben reicht es aber noch nicht. Da muss ich mir was überlegen.
Ein ganzes Stück laufen wir dann mit Leine an der Straße. Das letzte Drittel ist Banou echt spitzenmäßig bei Fuß gegangen! Bis zur Haustür habe ich ihr erzählt was für ein grandioses tolles Eurasier-Mädchen sie ist.
12.02.08 Wer (er)zieht hier?
Das Thema lässt mich einfach nicht los!
Die letzte Welpenschule wirkt bei mir ganz deutlich nach. Es hat sich in vielen Situationen und bei verschiedenen Teams gezeigt, dass eben oft der Hund bestimmt wo es lang geht. So auch möglicherweise bei dem täglichen Spaziergang.
Der Hund (er)zieht, weil er damit etwas erreichen will und kann.
Womit wir beim Thema „Leinenführigkeit“ wären. Es klappt auch bei uns mal mehr oder weniger gut. Die Trainerin hat entsprechende Tipps gegeben.
Wenn ich mit Banou das Haus verlasse, zieht sie meistens stramm an unserer Hecke entlang. Sie eilt von einer Duftmarke zur nächsten. Bis zum Wald ist es zum Glück nur ein ganz kurzer Weg. Nun habe ich es doch mal ausprobiert:
Mit Leckerle vor der Brust spielen, den Hund ganz begeistert ansprechen. Ihm die tollsten Storrys erzählen. Das Gesicht strahlt wie ein Honigkuchenpferd! Die Stimme vibriert in den höchsten Tönen. Zwischendurch bekommt Banou ein Leckerle. Sie strahlt in freudiger Erwartung zurück. Wir sind beide begeistert! Die Duftmarken sind totale Nebensache. Ich glaube es nicht! Wir sind schneller im Wald als anders herum!
Was ein toller Hund! Der Zweck heiligt die Mittel!
Bei der Übung empfiehlt es sich, nicht darüber nachzudenken, ob gerade die Nachbarin aus dem Fenster schaut. Sie zieht möglicherweise falsche Schlüsse……………
Am Nachmittag waren wir im Feld. Der Weg dorthin ist um vieles länger.
Damit Banou nicht zu sehr zieht, habe ich heute mal verschiedene Gangarten ausprobiert. Besonderer Schwerpunkt war “ gaaanz laaangsssam!“
Die Lektion auf dem Schwebebalken hat mir zu denken gegeben. Bis zur nächsten Welpenstunde haben wir noch einige Tage Zeit. Die gilt es zu nutzen!
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Liebe Leser,
alle Situationen, über die ich berichte, sind Momentaufnahmen.
Ich verbringe täglich viel Zeit mit Banou.
Erziehung erfolgt den ganzen Tag. In diese Aufgabe sind natürlich alle Familien-Mitglieder eingebunden. Für Banou und ihre Entwicklung sind sie genau so wichtig. Sie möchten aber hier nicht genannt werden.
Deshalb bitte ich Sie sehr, die Berichte als kleine Anekdoten zu nehmen. Sie lassen keinen Schluss auf die Gesamtsituation zu.
Jeder Tag hält neue Überraschungen und Lektionen für uns bereit.
Mensch und Hund versuchen (meistens) ihr Bestes zu geben.
31.01.08 Nachtrag zu meinem Bericht vom 17.01.08
Heute habe einen interessanten Artikel gelesen. Hier ein kleiner Auszug:
Ein Zitat von Erich Trummler aus seinem Buch: „Hunde ernst genommen“, Pieper Verlag 1999
Man sollte daran denken, dass ein Junghund draußen durch vielerlei abgelenkt werden kann – daher diese Dinge nur an Orten üben, die ihm gut vertraut sind. Später, wenn er es einmal kann und sein Können ihm selbst Freude macht, wenn unsere Partnerschaft so gut gediehen ist, dass es dem Hund auch Freude macht, unseren Wünschen zu folgen, dann ist das was anderes. Ich traue klugen Hunden soviel Beobachtungsgabe zu, dass sie erkennen, welchen gesteigerten wert ihre Herrchen darauf legen, dass sie vor einem Publikum besonders schön folgen. Was dann kommt, ist Charaktersache; es gibt nämlich Hunde, die gerade dann – nicht folgen. Aber vielleicht auch nur deswegen, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass das Herrchen es nicht wagt, sie öffentlich zu bestrafen.
Dazu möchte ich bemerken, dass ich Banou noch nie bestraft habe. Unsere Erziehung basiert auf Lob und Motivation.
25.01.08 Alles für den Käse
Den Raben hat Banou vor mir entdeckt
Den Misthaufen haben wir elegant umgangen
Leinenführung und Fuß geübt
23.01.08 In den letzten Tagen können wir
viele Erfolge verzeichnen!
Seit Sonntag läuft alles wie geschmiert! Banou hat wohl bemerkt, dass ich echt sauer war. So ein Hund ist ja ein feinfühliges Wesen! Unsere Suchspiele lieben wir beide.
Die Richtungswechsel ohne Kommando sind einfach genial. Das ist vielleicht ein erhebendes Gefühl! Wortlos umdrehen, die Richtung wechseln, schon kommt Banou angesaust!!! In mir jubelt es!!! Laut Lehrbuch soll man dem Hund diese Freude nicht zeigen. Es hat einfach normal zu sein, dass er folgt.
Wir bauen auch immer Futtersuche ein. Der Hund lernt sowas von schnell! Wahnsinn!
Heute hatten wir bei: „Abrufen unter Ablenkung“ wirklich schwere Bedingungen. Es hat immer geklappt. Mal sehen wie es heute Abend in der Welpenschule funktioniert.
21.01.08 „Wer erzieht hier wen?“
Banou hat es geschafft uns um den Finger zu wickeln. Sie hat die Gabe, auf eine ganz liebe Art, ihre Interessen einzufordern!
Auf der anderen Seite verzeiht sie nicht den kleinsten Fehler. Sie hat mich gezwungen, alle meine Fehler der letzten Woche aufzulisten und zu analysieren. Das ist gut so!
Die Welpenstunde und „Das Kosmos Erziehungsprogramm“ haben mir klar gemacht, dass dies ein Hunde-Typisches Verhalten ist. Es spricht auch für die Intelligenz von Banou.
Das Ergebnis ist sehr lehrreich!!! Man lernt ja nie aus!!!!
Siehe meinen Eintrag vom 08.01.08
Selbst wäre ich wahrscheinlich gar nicht darauf gekommen. Vieles finde ich einfach nett. Bin sogar froh, dass mir Banou vermittelt was sie will.
Besitzen Sie das neue „Kosmos Erziehungsprogramm?“
Dann empfehle ich Ihnen das Kapitel Seite 181:
Manipulationsverhalten – die heimlichen Sieger
Ich hatte nach der Lektüre eine andere Sicht der Dinge.
19.01.08 Der Frust bekommt Nahrung
Der Spaziergang war ganz zufriedenstellend. Die große Lektion kommt zum Schluss. Das Auto parkt vor einem Holzstapel. Wir treten hervor. Die Sicht auf den Weg wird frei. Es kommen von oben: 3 Erwachsene, ein Kind, ein kleiner weißer Hund ohne Leine und ein großer schwarzer. Er ist an der Leine und beginnt sofort zu bellen.
Banou findet das spannend! Ich bin mal wieder nicht interessant genug.
22.01.08 Das nächste Mal, werde ich Banou hinter dem Holzstapel anleinen.
Wenn ich mich so zurück erinnere, haben meine Hunde in dem Alter alle ähnlich reagiert.
Währe es so einfach einen Hund zu erziehen, gäbe es sicherlich nicht so viele Bücher mit guten Tipps. Ein ganzer Berufsstand und ein Heer von Ehrenamtlichen wäre arbeitslos. Zum Glück haben sie alle eine wichtige Aufgabe zu erfüllen und sind für uns Ratsuchende da.
17.01.08 Verabredung
Der kleine Terrier ist 13 Wochen alt und noch etwas schüchtern. Zuerst dürfen die beiden im Garten spielen. Viel mehr brauchen sie sowieso nicht. Dann versuchen wir eine Runde ums Quadrat zu drehen. Es gestaltet sich schwierig. Der Kleine sitzt press vor seiner Haustür. Banou findet einiges an Katzenkot. Weder der eine noch der andere Welpe lässt sich zum Kommen animieren. Der Vorführeffekt!!!
In meinem Hinterkopf höre ich die Stimme unserer Ausbilderin: „Immer schön freundlich! Der Hund wird in diesem Alter nur freundlich angesprochen. Nicht schimpfen!!! Immer freudig rufen!!!“
Irgendwie kommen wir doch vorwärts. Ein Fahrradfahrer nähert sich. Banou an die Leine? Nix da! Sie rennt dem Fahrrad hinterher!
Damit habe ich nicht gerechnet! Bisher hat sie vor so etwas die Flucht ergriffen! Einerseits ist es gut, dass Banou sicherer geworden ist, aber andererseits……………Immer freundlich rufen!“
Das wird so langsam schwierig!
So ähnlich verläuft die ganze Runde. Zum Haare raufen!!!!!
Endlich wieder in der Wohnung! Jetzt einen Tee zum Entspannen! Banou schnappt sich die Blumenfolie und ist beschäftigt.
Hätte ich vielleicht ihre Decke, Spielsachen und Kauknochen mitnemen sollen?
Der Hausherr kommt! Banou begrüßt ihn freundlich und leckt ihm sogar die Hand. Für mich ein großer Erfolg! Er ist da völlig anderer Meinung! Die Leckerei mag er überhaupt nicht und macht dies wild gestikulierend klar. Jetzt wird er aber mal angemacht. Was denkt der sich eigentlich? (Wenn der wüsste, wieviele Lektionen wir dafür benötigt haben!)
Banou verbringt den Rest der Zeit schlafend unter dem Tisch. Was sie übrigens noch nie gemacht hat. Sie liegt bei uns nie unter dem Tisch, obwohl dies doch ein typischer Hundeplatz ist.
Wir brechen auf. Bis ich den Hund im Auto habe! Der Frustpegel steigt!!! Es riecht einfach super hier für Banou! Sie findet dies und das. Meine Gastgeber stehen an der Haustür und ammysieren sich köstlich. Bei mir ist das eindeutig weiniger der Fall. „Immer freundlich bleiben! Auf keinen Fall schimpfen!!!
19.01.08 Was hätte ich anders machen können?
- Käse währe vielleicht ganz nützlich gewesen!
- Mit der Flexi-Leine hätte ich besser auf Banou einwirken können.
- Ich hätte mich von der wartenden Gruppe weg bewegen sollen.
Dann wäre Banou mir gefolgt. - Die Vögel habe ich besiegt, aber es gibt mittlerweile neue Gefahr-Objekte!
- Als ich das Haus zum zweiten Mal verlassen habe, hätte ich wissen müssen, was mich erwartet. Es war schlicht und einfach dumm von mir, Banou nicht schon drinnen anzuleinen!
Aus dem Buch: „Was liest der Hund am Laternenpfahl?“
Warum nur lieben Hunde FÄKALIEN?
Wahrscheinlich würde kaum ein Hundefreund es öffentlich gestehen:……………………
Hinter diesem Tabu steckt eine zugegebenermaßen recht unappetitliche Angelegenheit, die für viele Hundebesitzer eines der letzten großen Fragezeichen darstellt………………..
16.01.08 Such!
Ich lese gerade das Buch: „So wird mein Hund zum Freund“
Es enthält ganz tolle Tipps, wie man sich mit dem Hund beschäftigen und Spaziergänge interessant gestalten kann. Das habe ich heute ausprobiert. Es waren Suchspiele angesagt. Mensch wechselt ohne Ankündigung die Richtung, versteckt sich hinter einem Baum, geht links, wenn der Hund nach rechts geht. Es macht ungeheuer Spaß! Der Hund muss aufpassen, ob der Mensch noch da ist! Vertauschte Rollen! Einfach Spitze!!!
Viele Möglichkeiten gibt es auch um Futter zu suchen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
Wir waren schon so ziemlich am Ende unserer Runde: Ich höre die Vögel, denke „du musst deinen Ruf loslasen.“ Banou kommt mir zuvor! Sie hat die Vögel gehört und kommt schon angesaust um sich ihr Leckerle zu holen! Hab ich gelacht!!! Super Hund!!!
Betteln und Plaaatz
Wir waren bisher wirklich alle super konsequent! Ich war mir nicht wirklich sicher, ob wir das durchhalten. Seit langen nehmen wir uns vor, dass der neue Hund nichts vom Tisch bekommen soll. In unserer hundelosen Zeit, hat uns gerade das sehr gefehlt.
Dann kam Banou! Sie hatte ja keine Ahnung von dieser Unart.
Das war Spitze!!! Daran hat sich auch nichts geändert.
Seit etwa 10 Tagen versucht sie es, wenn wir spät im Wohnzimmer noch etwas essen. Da wird noch ein Joghurt oder Obst gegessen. Banou sitzt dann da und schaut so richtig treu. Sie kennen das ja vermutlich. Wir bleiben hart und üben Plaaatz! Es klappt, wenn auch widerstrebend. Obst mag Banou sowieso nicht. Sie bleibt liegen bis der Joghurt leer gelöffelt ist. Super Leistung! Den Becher darf sie dann auslecken. Mhmmmm!
15.01.08 Tabuzone, Bleib und Plaaatz
Übung Tabuzone vertieft. Bleib, klappt im Haus gut. Draußen noch gar nicht.
Banou weis auch was Platz ist, hat aber bisher nicht auf das Kommando gehört. Deshalb habe ich geübt. Mit mehreren Leckerle, unter meiner Hand, am Boden hat sie das Kommando widerstrebend befolgt. Guter Hund!
12.01.08 Pferdeäpfel und Schafe
Eigentlich ist jeder Spaziergang ein Abenteuer und ein Übungsprogramm. Das ergibt sich einfach so. Heute lagen Pferdeäpfel auf unserem Weg. Zum Glück, war ich direkt dabei.
So konnten wir direkt üben: Das ist Pfui! Aus! Leckerle!
Ich habe die Übung dann bewusst, mehrfach wiederholt. Es hat gut geklappt!
Etwas weiter an dem Weg liegt ein Schaafpferch. Banou war heute an diesem Wegstück das erste Mal frei. Oh Sch….! Dass sie Interesse zeigen würde, war mit schon klar. Vorher hatte ich leider noch nie das Türchen so genau in Augenschein genommen. Mir war sofort klar, dass Banou da rein kann. Es war die Frage, ob sie es auch tun würde.
Erst habe ich mal versucht, Banou her zu locken. Erfolglos! Ich habe sogar „Vööögelll“ gerufen! Banou ist ja nicht blöd! Schaafe flattern ja nicht. Sie hüpfen auch nicht auf den Bäumen herum.
Banou durch das Türchen! Vor meinem geistigen Auge läuft ein Film ab. (Ich habe leider von früher schon Erfahrungen auf dem Gebiet.)
Ruhig und gelassen bleiben! Den Hund freudig rufen! Es klappt! Banou kommt wieder raus aus dem Türchen.
Ich glaube, mein Glück war, dass ihr die Sache nicht ganz geheuer war. Mir und meinen Leckerle will ich den Erfolg nicht alleine zuschreiben.
Bis wir aus der Gefahrenzone waren, habe ich Banou angeleint.
Die verschiedenen Brücken hat sie locker genommen. Motorsägen waren auch zu ertragen. Der Rückweg verlief völlig entspannt.
Nachmittags stand ein Ausflug, mit der Welpengruppe, in den Tierpark an.
10.01.08 Vogel
Vielleicht haben Sie sich schon gefragt ob ich einen habe? Ganz von der Hand weisen würde ich es nicht.
Wahscheinlich haben Sie in meinen Berichten schon gelesen, dass ich so meine Probleme mit diesen Tieren habe, weil sich Banou so darüber freut.
Deshalb habe ich eine neue Taktik ausprobiert:
Die Vögel flattern. Banou findet sie super interessant. Ich rufe: „Vööögelll!“
Banou kommt! Lob und Leckerle!
Ich habe es geschafft!!! Ich bin interessanter als die Vögel!!!
Ob ich mir das patentieren lasse?
09.01.08 Die Menschen-Übungen haben sich gelohnt
Juhu, Jippie!!! Der Wahnsinn! Seit Samstag schreckt Banou vor keiner Hand mehr zurück! Komme, welche da wolle! Ach bin ich stoltz auf mein tolles Mädchen!!!
08.01.08 Eine tolle Schülerin
Die Jacke über dem Zwei-Sitzer bekommt einen Nasenstüber. Ich ziehe sie an und gehe mit Banou in den Garten. Der rote Ball bekommt einen Nasenstüber. Ich werfe ihn. Banou läuft hinterher. Bleibt stehen und überlegt. Banou macht einen Haufen und kommt zurück. Der Rosa Noppenball bekommt einen Nasenstüber. Ich werfe ihn. Banou ist ganz begeistert, dass ihr Frauchen so schnell kapiert was sie will!
Tabu – Bereich
In unserem Haus gibt es Bereiche, die Banou nicht betreten soll. Dazu gehört auch ein Arbeitsraum meines Mannes. Das ist schon lange kein Thema mehr! Wenn wir alle unten sind, sitze ich am PC und Banou liegt oder spielt daneben.
Heute war mein Mann nicht da. Ich habe für ihn in dem besagten Raum gearbeitet. Das war eine neue Aufgabe für Banou und mich. Frauchen drinnen, Banou draußen. Dies bei geöffneter Tür.
Natürlich musste ich Banou mehrfach darauf hinweisen, wo die Grenze ist. Es hat geklappt. Banou lag genau mit der Schnauze auf der imaginären Grenze. Sie ist einfach ein Spitze!!!
Erfolg durch geänderte Taktik / Die große Freiheit
Sie wissen ja dass wir uns in so einigen Dingen nicht einig waren. Banou und ich. Die Amseln, Mauselöcher, Misthaufen usw. So ein Hund muss ja schon die Welt kennenlernen. Die Regeln würde ich aber doch gerne gelegentlich selbst bestimmen.
In letzter Zeit war Banou oft an der Flexi-Leine wegen der Komm-Übung. (Ich denke Sie wissen wie das geht.) Wenn sie frei war, habe ich mich nach ihr orientiert. Ist Banou am schnuppern, im Gebüsch, hinter den Amseln her, oder sonst was. Bin ich stehen geblieben um sie im Auge zu behalten oder wieder zu mir zu locken.
Seit einigen Tagen darf Banou die Freiheit genießen. Ich gehe meines Weges. Natürlich habe ich Banou im Auge und sie mich! Ich rufe nicht mehr ständig. Sie dreht sich dauernd um und schaut wo ich bin. So bleibt sie automatisch in der Nähe.
Das ist ein super Erfolg!
Es ist mir klar, dass dieses Kapitel noch nicht abgehakt ist.
Momentan haben wir den Zahnwechsel. Irgendwann kommt die Pubertät, die Trotzphase und andere Phasen, von denen ich heute zum Glück noch keine Ahnung habe.
07.01.07 Unsere Welt ist wieder in Ordnung
Bis vor etwa drei Monaten, war ich der Meinung, ich hätte Ahnung von Hundeerziehung. Das hat sich inzwischen geändert. Am Wochenende habe ich aber so viele Welpen mit ratlosen Frauchen und Herrchen getroffen, dass wieder alles im grünen Bereich liegt.
Wir sind kein Sonderfall! Kein Grund zur Beunruhigung!
Menschen
Seit ich mir vorstelle, dass sich meine Augen ungefährt auf der Höhe meiner Knie befinden, sieht die Welt doch ganz anders aus. Es war mir gar nicht bewusst, wie unterschiedlich Menschen sind. Für uns ist das ja alles selbstverständlich. Mit so einem kleinen Hund, lernt man die Welt wieder ganz neu kennen.
Vor allem gibt es ja enorme Unterschiede, was Länge und Breite betrifft. Jetzt wird mir auch klar warum Banou auf Kinder zu geht. Die entsprechen ihren eigenen Größenverhältnissen.
Dann diese unterschiedlichen Bewegungsarten. Schauen Sie mal genau hin, wenn Sie das nächste Mal unterwegs sind. Sie werden sich wundern!
Es macht für Banou einen großen Unterschied, wo wir den Menschen begegnen.
In Räumen sitzen alle, meist ohne Jacken. Banou kann sich unter den Stuhl zurückziehen. Sie kann die Sache beobachten. Sie kann (teilweise) entscheiden was sie will.
Auf der Straße kommt alles auf Banou zu. Es gibt kein Versteck und kein Beobachtungsposten. Das ist schon eine viel schwierigere Position.
Das heißt: Üben, üben, üben macht den Meister-Hund!
Wollen wir es hoffen!
Falsch verstandenes Lob
Stellen Sie sich folgende Situation vor: Ich sitze schmusend mit Banou auf dem Fußboden. Sie knabbert an den Knöpfen meiner Strickjacke. Wir beide ganz entspannt. Ich erzähle ihr in liebevollem Ton, dass sie in der Sylvesternacht ein ganz großes Mädchen war. Ich ganz stolz auf sie bin und weiteren Schwachsinn, den man eben so vor sich hin faselt.
Der Tag wird kommen: Wir sitzen auf dem Fußboden. Banou knabbert an meinen Knöpfen. Ich in strengem Ton: „Nein, aus, pfui!!! Das macht man nicht! Das darf man nicht!“ Sind sie mit mir einer Meinung, dass der Hund mich für bescheuert halten wird! Das zu Recht!
Hochspringen
Es soll ja Leute geben, die es mögen!
Wir gehören zu denen, die es nicht mögen! Banou macht es aber trotzdem! Sie wird sogar immer besser! Oder schlechter? Es kommt auf die Sichtweise an.
Neulich hatten wir das Thema in der Zwergenschule.
Also, wenn der Hund: Hochspringt, in die Waden beißt und ähnlich störende Angewohnheiten hat. Was dann?
Jaaaa dannn!? Soll man den Hund ablenken! Aha! Dies mit einem Leckerle oder einem Spiel. Völlig klar. Der Haken an der Sache ist, dass der Hund keinesfalls das Gefühl bekommen soll, dass es für seine unerwünschte Handlung auch noch belohnt wird!!! Alles klar? An diesem Haken haben wir uns aufgehängt!
Ursachenforschung ist angesagt:
Hund springt hoch! Warum springt Hund hoch? Hund will was!
Wir sind ja höfliche Menschen und fragen:
„Hund was willst du? Willst du schmusen? Hast du Hunger? Musst du gassi? Willst du spielen?“
Banou ist ein schlaues Mädchen! Sie sagt uns was sie will; und bekommt was sie will!!!
Logischer Schluß: Hund springt hoch! Hund will was! Hund bekommt was!
Hund springt immer öfter, höher, weiter!!!!
Wie wir das wieder abstellen, wissen wir noch nicht so genau.
Vielleicht erfahren wir es morgen in der Zwergenschule.
Falls ihr Hund beißt, zu fest beißt, nicht mehr aufhört zu beißen, ein ganz Wilder ist, die Kinder attackiert, Sie anbellt, ihnen auf den Rücken springt. Genau genommen Sie nicht wissen, wie Sie ihn bremsen sollen. Dann, ja dann, muss das Spiel unverzüglich abgebrochen werden! In aller Konsequenz muss er auch eine Maßregelung, wie den Schnauzengriff oder eine andere Unterwerfung über sich ergehen lassen.
Das kleine grüne Männchen im Kopf, sollte dann vielleicht doch besser ignoriert werden.
Sitz
Sind Sie mit mir einer Meinung, dass dies die leichteste Übung überhaupt ist?
Also wir kommen neulich ins Zwergenland: Frau will vorführen, was Hund so kann! Banou macht Sitz, neben den anderen Welpen. Steht aber dann wieder auf, um einen Artgenossen zu begrüßen. Zack, bekomme ich meine erste Lektion! Das, bevor die Stunde begonnen hat.
Später mal bei einer Prüfung, darf der Hund nur mit Kommando, aus der „Sitz“ Position. Wenn er jetzt aufsteht, wann er will, also ohne meinen Befehl, werde ich es später mal sehr schwer haben, dies zu korrigieren.
Ich soll in solchen Situationen, auch zu Hause, lieber sagen: „Setz dich hin“. Dadurch wäre später vieles leichter.
Dies ist schon eine Überlegung wert. Oder?
Komm
Dass wir damit einiges an Arbeit vor uns haben ist ihnen bekannt, wenn sie die entsprechenden Tagesberichte gelesen haben.
Wie sind wir in die Falle geschliddert? Das mit dem zu späten Leckerchen, habe ich schon erzählt.
Inzwischen habe ich mir überlegt, dass wir das Wort „Komm“ eigentlich ständig im Gebrauch haben. Wir sagen z.B.: Komm rein, raus, rauf, runter usw. Das ist normale Umgangssprache und hat mit dem Kommando an sich nichts zu tun. In solchen Situationen ist es möglicherweise auch nicht so wichtig, ob der Hund es befolgt. Für uns! Der Hund versteht aber evtl., dass es egal ist ob er kommt oder nicht. Schon haben wir den Salat!
Bei meinen anderen Hunden wurde deshalb das Kommando: „Hier oder Hier her“ benutzt.
„Hier her“, war die dringlichere Form von „Hier“. Nun habe ich mir überlegt, wie ich Banou das beibringe: Ich habe mal geübt. Alleine im Wald. Hoffentlich keiner in der Nähe! Stellen Sie sich Araberinnen, auf einem Fest, vor. Diese schreien in extrem hohen Tönen. So habe ich es gemacht: Hiiiiiiiiiiiiiiiiija und dabei mit den Armen gefuchtelt. Banou hat es verstanden. Sie hat ja auch einen arabischen Namen. Ich kam mir aber dann doch etwas blöd vor und hab es wieder gelassen. Immer diese Inonsequenz! Das muss ja schief gehen!
In allen Büchern wird empfohlen, in diesem Fall mit der Schleppleine, zu arbeiten. Mir ist klar, dass ich wahrscheinlich keine Alternative habe!
Da sitzt aber dieses dumme Männlein im Kopf, das mir sagt: „Was bist du für ein böses Frauchen. Gönnst deinem süßen, kleinen Hundchen nicht das bißchen Freiheit. Der tut doch keiner Fliege was!“
Mit diesem Männchen habe ich schon vor elf Jahren bei Andora gekämpft. Es ist wieder genau so schwer. Hoffentlich schaffe ich es, dem Kerl den Mund zu stopfen. Ich weis genau, dass es sich lohnt. Noch ist es nicht so weit!
Pfoten auf der Fensterbank Darauf habe ich mich wirklich gefreut! Das werde ich Banou auch nicht abgewöhnen! Wir sind es seit ewigen Zeiten gewohnt, von einem freudigen Hund am Fenster begrüßt zu werden! Ein schönes Gefühl!!!
Es hat uns seit Ende September gefehlt. Dafür räume ich gerne wieder Pflanzen und Dekoration ab.
Anfassen
Sie haben sicher in meinen Anfangsberichten gelesen, dass Banou sehr zurückhaltend ist im Kontakt mit Männern. Das fand ich zunächst mal positiv: „Der Hund muss sich ja nicht von jedem angrapschen lassen!“
Irgendwann hat eine Alarmglocke geschrillt!!! Ich hatte eine Vision: Wir sind auf einer Ausstellung! Es läuft alles ganz toll, bis der männliche Richter Banou anfassen will!!!
Haaaaah!!! Schrecklich!!! Wir werden disqualifiziert!!!!!
Nicht auszudenken!!! Das darf nicht passieren!!!
Also üüüüben!!! Mit Männern und ganz leckeren Leckerle!!!
Thema Leckerle und Sylvester
Ich kann ihnen wärmstens den Eintrag im Welpentagebuch vom 27.12.07 empfehlen. Frau Dr. Post spricht mir aus der Seele. Es kann auch sein, dass sie meine Leckerle-Erfahrungen gelesen hat. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit, dass es mir nicht alleine so geht. Was ich für wahrscheinlich halte. Es muss doch einen Grund geben, warum es so viele Erziehungs-Bücher gibt.
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21.12.07 Erster Restaurantbesuch
Wir haben uns ein Abendessen in sehr angenehmem Ambiente gegönnt. Das Restaurant befindet sich im übernächsten Ort. Sein Name lautet wie unsere Straße. Das kann ja nur gut sein.
Zu meiner Überraschung hat sich Banou nicht gleich in die Ecke verzogen. Das lag aber an dem bißchen Senior-Haushund. Er war so angetan von dieser jungen Lady, dass er ihr unbedingt seine Bewunderung offerieren musste. Auf ihre charmante Art hat sie die Komplimente angenommen und erwiedert. Als geborene Lady, hat sie sich dann doch ihrer guten Manieren besonnen. Banou plazierte sich hinter dem Stuhl meines Mannes. Von dort hatte sie alles bestens im Blick. Der ältere Charmeur konnte Banou auch nicht mehr aus der Ruhe bringen. Vom Personal hat Banou ganz viele Komplimente bekommen. Sie hätten noch nie erlebt, dass sich ein junger Hund, bei seinem ersten Restarantbesuch so super benimmt.
Tja, wir haben einen Charakterhund! Eine geborene Lady eben!
21.12.07 Der Kampf um das Rentier
Diese Kleine Maus! Sie hat bis jetzt wirklich nichts kaputt gemacht!
Keine Tischdecke runtergezogen! Obwohl manche fast bis auf den Boden hängen! Aus diesem Grund ist auch noch keine Deko. und keine wertvollen Engel heruntergefallen. Aaaber! Auf der Terasse stehen zwei Rentiere. Es ist so ein Drahtgeflecht mit ganz dünnem Reisig. Das kleinere davon hat es Banou angetan. Immer wieder hat sie es zwischen Pfoten und Zähnen. Heute bin ich echt genervt!!!
Jetzt habe ich die Wahl: Gebe ich mich geschlagen? Verstaue ich die Rentiere wo anders? Überlasse ich ihr das eine? In der Hoffnung, dass das andere überlebt? Oder kämpfe ich weiter! In der Hoffnung zu gewinnen? Was würden Sie tun?
29.12.07 Diese Woche wurde das Rentier verschont.
20.12.07 Pfoten auf dem Küchenschrank
Was habe ich mich damals gefreut! Als mein Sohn so etwa ein Jahr alt war, hat er es geschafft! Er hat sich auf die Zehenspitzen gestellt, seine Fingerchen ganz lang gemacht! Er konnte bis oben an die Spüle fassen! Juhu, war das ein Erfolg. Er wurde voll Begeisterung fotografisch dokumentiert.
Heute ganz anders! Ich mache Banou ihr Frühstück: Sie stellt sich auf die Hinterbeine, macht sich ganz groß und kommt mit den Vorderpfoten bis auf die Arbeitsplatte. Das mit 13,5 Wochen! Ich finde es überhaupt nicht toll!!! Ob wir das in den Griff bekom- men??? Noch eine Alarmstufe!
So ist das mit einem Jungen Hund!!!
Schokolade
Wussten Sie, dass Schokolade für Hunde und Katzen giftig sein soll?
Also ich habe davon das erste Mal an Banou´s Abgabe gehört.
Das zweite Mal wurden wir im Zwergenland darauf hingewiesen.
Heute stand es sogar in der Bildzeitung! Da muss ja wohl etwas dran sein.
Zum Glück hat Gippsy das nicht gewusst! Sie wäre sonst niemals so alt geworden!
Ich glaube mit kleinen Kindern lässt sich das gar nicht vermeiden. Aber sie hat auch von uns bekommen. Die Nascherreien werden bei uns zum Teil im Wohnzimmerschrank gelagert. Früher quietschte die entsprechende Tür. Gippsy konnte sein, wo sie wollte. Das Quietschen hat sie überall gehört. Sie kam sofort angerannt und bekam auch meist etwas ab. Irgendwann im Laufe der Jahre, haben wir diese Unart aber eingestellt. Wir wussten es bisher nicht. Gippsy hat es auch nicht geschadet. Da hatten wir aber Glück!!!
19.12.07 Beutetrieb
Heute ist es mir endgültig klar geworden: Der Hund wird mich mit größeren Aufgaben fordern!
Die Amseln im Wald, die auf der Futtersuche sind, findet Banou super interessant!
So 1 – 2 m seitwärts vom Weg findet sie es auch ganz toll! Nase auf dem Boden und vorwärts!
Der Beutetrieb ist geweckt. Alarmstufe gelb!
Ich kenne das alles von Andora! Allerdings mindestens zwei Monate später!
Mal sehen wie wir das meistern. Sie werden es erleben!
Alleine bleiben:
Haben wir von der ersten Minute an geübt. Jedesmal, wenn ich den Raum verlassen habe, wurden die gleichen Worte gebraucht: „Du bist schön brav, Mama kommt gleich!“ Dadurch ergibt sich das Fundament automatisch. Es dauert ja auch mal ein paar Minuten länger, je nachdem was man im anderen Stockwerk zu tun hat. Banou war erst mal nur im EG. Die anderen Stockwerke hat sie nach und nach kennengelernt. Wenn ich aus dem Haus gehe, sage ich: „Mama geht einkaufen. Du bleibst schön da und bist ganz brav!“ So ergibt sich eine Routine für Mensch und Hund. Am 10. Tag ist Banou schon 1,5 Std. alleine geblieben. Ich hatte es gut vorbereitet. Sie war müde und satt. Als wir zurück waren, kam sie uns ganz verschlafen entgegen. Ein super Hund!!!
Am 11. Tag trat ein Notfall ein. Mein Vater ist gestürzt und musste ins Krankenhaus. Ich konnte nichts vorbereiten und musste schnell handeln. Es passierte morgens. Banou war schon Gassi und hatte ihr Futter. Wir noch nicht!
Keine Zeit zum Überlegen. Anziehen, raus zum Auto und ab in das Krankenhaus. Opa hatte zum Glück nur eine leichte Gehirnerschütterung. Er musste zur Beobachtung dort bleiben. Aber Sie wissen ja, wie das ist. In so einem Fall braucht man erst mal viel Zeit. Wir haben dort gefrühstückt. Ich war sehr nervös wegen Banou. Sie war um diese Uhrzeit gut ausgeschlafen und normalerweise ins Spiel- und Tobestimmung. Wird das gutgehen? Es ging! Sie war den ganzen Vormittag allein. Hat keinen Unfug angestellt. Banou war ein ganz braves Mädchen! Wie es sich für eine kleine Lady gehört! Ach, waren wir stolz!!!
17.12.07 Banou ist heute 13 Wochen alt. Ich habe morgens relativ früh einen Termin. Es ist sonst keiner da. Ich erkläre ihr mit den üblichen Worten, dass ich einkaufen gehe. Sie aber ein braves Mädchen ist und da bleibt. Banou legt sich, schon während ich mich fertig mache, an ihren Schlafplatz an der Treppe. Echt stark! In dem Alter! Frauchen und Hund sind einfach klasse. (Kommt gelegentlich auch mal vor.) Sie ist ganz brav, bis eine Stunde später mein Mann kommt.
18.12.07 Wir waren in der Stadt. Danach ist sie platt. Banou ist sogar zu faul um mit mir nach unten ins Büro zu gehen. Sie bleibt lieber alleine in der Wohnung. Dies war übrigens schon öfter der Fall. Wir lassen ihr die Wahl, ob sie oben bleiben, oder mit nach unten möchte.
Alleine schlafen
Klappt hervorragend! Die ersten beiden Nächte habe ich ausführlich beschrieben. Die dritte war ähnlich. Mit längerem Durchhaltevermögen von Banou. In der vierten Nacht habe ich oben, im Gästezimmer, geschlafen. Die Tür zum Flur habe ich offen gelassen. Sie hat nachts öfter die Position gewechselt. Mal im Zimmer, mal auf dem Flur. Zum Gassi gehen hat sie mich zuverlässig geweckt.
Ab der fünften Nacht schläft Banou alleine im Flur. Die gewohnten Sachen wurden vom Wohnzimmer mit nach oben genommen. Kleiner Tisch als Höhle, Handtuch, Kauknochen, und Kuscheltiere. Bevor wir ins Bett gehen wird noch geschmust. Dann ist Ruhe! In dieser fünften Nacht hat mich Banou noch einmal geweckt. Seit der sechsten Nacht schläft sie etwa acht Stunden. Sie hätte die Möglichkeit, mit meinem Sohn, um halb sieben Gassi zu gehen. Das lehnt sie ab. Banou wartet bis wir aufstehen. Wir sind eher Langschläfer. Soll es mal noch länger sein. Auch kein Problem. Wir lassen sie dann zwischen sieben und acht Uhr raus. Sie erledigt ihr Geschäft. Dann schlafen wir alle weiter bis……….
Herrlich! Banou hat sich ganz schnell an unsere Lebensgewohnheiten angepasst!
