Neues Tagebuch 29.09.08

29.09.08 Verwirrung

Wir haben uns in der Mittagspause in der Stadt getroffen und die Autos getauscht. Mein Mann hat mir später berichtet, dass Banou überhaupt nicht verstehen konnte, warum mein Auto nach Hause kommt und von mir nichts zu sehen ist.
Mehrfach ist sie bellend und suchend hin und hergelaufen. Die Enttäuschung war groß!

Verwicklung

Es ist Pilzzeit und wir sind auf der Suche. Damit mich Banou, bei dem Hin und Her, nicht aus den Augen verliert hänge ich an der Leine. Banou findet eine Menge interessanter Sachen. Leider keine Pilze!
Da liegen unzählige schwarze Kügelchen herum. Sie sehen aus, wie Lackritzbonbons. Banou hat sie zum fressen gern und bekommt gar nicht genug davon!
Ständig treffen wir auf Wildwege: Nase auf den Boden und mit voller Kraft voran! Ich bremsender Weise hinterher.
Eigentlich will ich ja in eine andere Richtung. Dadurch entstehen nicht selten Koordinationsprobleme. An dicken Bäumen ist das Handling relativ einfach. Wenn ich sage: „Zurück!“, weis Banou genau, was zu tun ist.
Enorm schwierig sind diese kleinen Nachwuchsbäumchen. Die Leine verheddert sich dauernd in den dünnen Ästchen.
Korb abstellen, Hund parken, Leine und Bäumchen entwirren. Aaanstrengend!
Warum habe ich den Hund nicht so erzogen, dass er im Wald in meiner Nähe bleibt????

Rot / weiß gestreift

Wir machen uns auf zum Morgenspaziergang Richtung Feld. Plötzlich verändert sich das Verhalten am anderen Ende der Leine. „Was ist los?“
Banou sucht hinter mir Schutz! Erstaunen auf meiner Seite. Ach so!
Da stehen rot / weiß gestreifte Ungeheuer auf der Straße! Die waren doch bisher nicht da! Was machen die da? Banou nähert sich gaaanz laangsaam und vorsichtig!!! Schnupper, Schnupper.
Mißtrauen ist angesagt! Hund weis ja nie! Die Ungeheur verharren völlig unbeweglich! So ein Hund bringt sie nicht aus der Ruhe! Wir gehen ganz nah ran. Nix passiert.
Auf dem Rückweg stehen die Dinger immer noch da. Wir nähern uns wieder ganz vorsichtig, wir umkreisen sie und gehen mehrmals im Slalom durch. Nix passiert!

In unserem Viertel gibt es mehrer kleine Baustellen. Deshalb hat sich Banou mittlerweile an die rot / weißen Absperrungen und Hütchen gewöhnt.

17.09.08 Banou ist ein Jahr alt

Nicht zu fassen wie die Zeit vergeht. Immer noch entdecke ich Eigenheiten, die bei Banou anders sind, als bei ihren Vorgängerinnen.

Sogar das Abhaaren läuft bei ihr ganz anders. Sie ist schon seit Wochen dabei und es geht eigentlich nicht richtig vorwärts. Anscheinend will sie ihr Fell nicht abgeben. Liegt es vielleicht an dem Kälteeinbruch?

Die Äpfel essen wir auch ganz anders. Andora war mit dem zufrieden, was ich weggeschnitten habe. Nicht so unsere kleine Lady. Auf der Schale kaut Banou drei mal rum. Sie ist ihr eindeutig zu hart und wird ausgespuckt. Schön klein geschnittene Stückchen, aus der Hand von Frauchen. Das ist was für unser Mädchen!

Waldbewohner haben es unserem kleinen Rotfuchs angetan. Wir haben ein kleines Wäldchen fast vor der Tür. Da fing eigentlich alles an. Wenn ich es mir so recht überlege hat es in der Igelzeit zugenommen. Noch nie in meinem Leben habe ich so viele Igel gesehen, wie mit meinem Spürhund „Banou“!

Es geht bald weiter…………………

20.08.08 Banou ist die Größte

Ja, das ist sie! In vielerlei Hinsicht und gegen unsere Erwartungen. Banou ist unsere dritte Eurasier-Hündin. Am 17. August war sie 11 Monate alt. Was ihre Körpermaße betrifft, schlägt Banou ihre Vorgängerinnen eindeutig. Als Ausgleich hat sie von allen das wenigste Fell. Dadurch ist sie extrem pflegeleicht. Momentan befindet sie sich in ihrem ersten richtig großen Haarwechsel. Was bedeutet: „Haare überall!“ Insider wissen wovon ich spreche! Danach wird wohl der letzte Rest an Junghund-Wuschel verschwunden sein.

Was ihren Gehorsam betrifft, so möchte ich sagen, daß Banou in 90 % der Fälle das tut, was wir von ihr erwarten. Allerdings ist diese Angabe ohne Gewähr. Es besteht die Möglichkeit, daß der Blick durch die rosa Brille etwas verfälscht ist.

Im Gegenzug gehe ich davon aus, daß wir auch 90 % ihrer Wünsche an uns erfüllen. Die ein oder andere Konsequenz hat sich inzwischen etwas aufgeweicht. Wir wollen ja die besten Freunde sein.

Banou ist der Ober-Extra-Schmusehund!!! Einfach wundervoll, kuschelig und nicht wirklich zu beschreiben!!!

Gemüse liebt sie schon immer. Mittlwerweile probiert sie auch etwas Obst. Durch gewisse Erfahrungen ist Banou wohl zu der Überzeugung gekommen: „Was meine Leute Essen, kann auch etwas für mich sein!“

Eine meiner absoluten Lieblingsbeschäftigungen ist: Nur da zu sitzen und meinen Freilandhund zu beobachten. Augen und Ohren oder eben der ganz Hund in Bewegung. Nichts entgeht ihr! Jede Fliege, jeder Falter, alles was fliegt, kriecht oder sonst wie fortbewegt zieht ihre Aufmerksamkeit auf sich.
Dabei verhält sie sich nach wie vor völlig ruhig! Alles was sich außerhalb unseres Grundstückes bewegt erfährt keinerlei Lautäußerung. Sobald jemand den Garten oder das Haus betritt, verwandelt sich Banou in den Wachhund total!
Ihr Verhalten ändert sich mit Einbruch der Dunkelheit. Dann wird jede Bewegung in der Umgebung mit Knurren und Murren begleitet.

Durch ihre langen Aufenthalte im Garten hat Banou sehr viel Bewegung. Jede Menge Grenzkontrollen sind angesagt. Dazu kommen noch die Spaziergänge und das Spiel mit anderen Hunden. Tägliche Spielrunden mit allen Familienmitgliedern. Dabei wird ordentlich gerannt und gezerrt. Dies in der Summe ergibt eine enorm schlanke Hündin.

Dann haben wir ja noch die Naschereien. Dafür haben wir einen extra Schrank mit vielen Fächern und Geschmacksrichtungen. Keine von Banous Vorgängerinnen wurde so verwöhnt! Die waren mit trockenem Brot zufrieden. Nicht so unsere kleine Lady. Sie ist eben die Größte!!!

Sicher gibt es noch mehr zu erzählen. Allerdings fällt mir im Moment nichts Vernünftiges ein. Schauen sie doch die nächsten Tage noch mal rein!

20.07.08 Die lezten Wochen

Banou ist nun schon zehn Monate alt. Sie hat sich zu einer ganz wundervollen Hündin entwickelt. Ihrem Namen macht sie alle Ehre.

Terasse zu, nix für Banou!
Wer dieses Tagebuch verfolgt hat, kennt unseren Freilandhund. Das braucht sie absolut! Die Beobachtungsposten, die Grenzkontrollen. Jede Bewegung wird registriert, egal ob von Biene, Schmetterling, Maus, Igel, Kindern, Menschen und Hunde in ihrer Vielfalt. Bei kühleren Tagen ist sie absolut nicht ausgelastet. Ist die Tür zu, steht sie entweder von innen oder außen davor. Banou möchte einfach den kompletten Gesamtüberbilck. Durch den großen Garten streifen, dann wieder kurz in der Wohnung nachschauen. Alles Bestens, das Ganze wieder von vorn!

Igelbälle
Aus dem einen Igel, der uns über die EM begleitet hat, wurde inzwischen eine Familie. Bei Einbruch der Dunkelheit kommen kleine Igelbälle aus ihrem Versteck. Auch sie wollen nicht mit Banou spielen. Banou weis aber immer ganz genau, wo die Igel sind. Ohne Banous Spürsinn bekämen wir sie wohl kaum zu sehen. Zumal es ja nachtaktive Tiere sind.

Noch nie in meinem Leben habe ich so etwas erlebt. Einfach großartig! Im Wald genau so. Banou stöbert sie auf und ist nur ganz schwer weg zu locken.

Es poltert

Bei unserem gestrigen Abendspaziergang hatte Banou, nach langer Zeit, mal wieder ein Schreckerlebnis. Wir haben gemütlich unsere Runde gedreht. Als wir in die Nähe von einem Vereinsheim kommen, höre ich schon, daß da eine Feier ist. Banou kommt zur Sicherheit an die Leine!
Zufälligerweise hat hier ein Schulfreund von meinem Sohn seinen Polterabend. Lange habe ich ihn nicht gesehen und wir wechseln ein paar Wort. Die Poltergäste rücken an. Direkt neben uns wird ein Waschbecken mit voller Wucht zertrümmert. Was ein Schreck für Banou! Weg hier, weg weg, weg!
Langsam (Banou zieht wie verrückt) entfernen wir uns. Ich bleibe aber noch in der Nähe und versuche sie abzulenken. Langsam beruhigt sie sich. Anschließend folgt ein Spiel mit dem Stöckchen. So langsam lößt sich die Spannung. An einem umgestürten Baum spielen wir noch: „Hopp und durch!“
Zum Glück hatte ich eine größere Menge Leckerle dabei. Normalerweise benötige ich fast keine mehr.

16.06.08 Ein Ball zur EM

Deutschland gegen Österreich 1 : 0
Die Nation ist enttäuscht von Jogis Jungs. Das Spiel schleppt sich dahin. Ballack rettet uns in der 2. Halbzeit mit einem Schuß aus
25 m. Einschaltquote etwa 76 %. Hinterher große Erleichterung!

Wir machen unsere obligatorische Abschlußrunde durch den Garten. Banou schießt davon dazu noch kreuz und quer. Die Katze war da. Das Schlupfloch am Zaun wird intensiv beschnüffelt. Endlich ist sie am Kommen. Da eine neue Witterung! Es folgt eine andere Runde. Im Blumenbeet gibt es etwas Interessantes! Banou läßt sich nicht Abrufen.
Sie hüpft, springt und bellt sogar zur Spielaufforderung. Völlig ungewöhnlich! Da muß die Taschenlampe her. Ich habe es schon geahnt: Banou hat einen Ball gefunden! Es ist ein lebender Igelball. Banou versucht mit ihm zu spielen. Sie möchte reinbeißen und ihn durch die Luft werfen. Dazu ist er eindeutig zu stachelig. Sie schubst ihn mit den Pfoten hin und her. Banou ist total von der Rolle! Damit wir endlich schlafen können, muß ich schon einen gewissen Druck oder Zug ausüben.
Was Banou wohl geträumt hat? Heute, am frühen Morgen, hat sie sich keinen Meter bewegt.

14.06.08 Wochenende

Heute war ich mit Banou drei mal spazieren. Das war Balsam für die Seele!!!
Morgens sind wir an einem Pfandfinder-Lager vorbei gekommen. Am Lagerfeuer wurde das Frühstück zubereitet. Heerlich!!! Zwei Hütenhunde waren auch da. Sie haben wohl in der Nacht die Kinder behütet. Banou hätte gerne mit ihnen gespielt.

Mittags hatten wir einen kleinen gemütlichen Spaziergang. Es sind uns einige Hunde begegnet. Kurzes Schnüffeln und weiter geht´s.

Abends waren wir im Feld. Da war ich schon lange nicht. Das Gras ist schon gemäht und das Getreide steht recht hoch. Dazwischen die Kornblumen und der Mohn. Wunderschön! Emilio kommt uns entgegen. Er sollte eigentlich ein feuriger Spanier sein. Aber irgendwie interessiert ihn die schöne Lady überhaupt nicht.

12.06.08 Kälteeinbruch

Die Terassentür ist zu: Banou versteht die Welt nicht!
Nach wochenlangen Sommertemperaturen; immer freiem Ein- und Austritt, ist das schon eine drastische Veränderung für uns alle. Irgendeiner muß als Türsteher fungieren. Hoffentlich wird es bald wieder warm.

Im Garten

Nach dem vielen Regen läßt es sich wunderbar arbeiten. Mit Banou geht es auch hervorragend. Sie ist ganz brav dabei, vollzieht ihre Grenzkontrollen und beobachtet alle Geschehnisse rundherum. Dazwischen machen wir ein Spielchen. Sie schnappt sich auch mal ein Unkautbüschel und schüttelt es kräftig durch.

Plötzlich raschelt es im Gebüsch! Etwas kommt heraus gesochossen! Das Etwas fliegt über meine Eimer und wirft sie um. Nach einer Schrecksekunde wird mir erst klar, daß das Etwas Banou ist.
Hinterm Zaun rennt Nachbars Katze! Aha, nichts mehr nur mit Ansehen und Belauern. Katze ist jetzt Feind oder Beuteobjekt. Banou sitzt am Zaun. Der ganze Körper steht unter Spannung. Sie sitzt da mit langen Rücken und gestrecktem Kopf. Da wird zum ersten Mal so richtig klar, wie groß sie ist. Enorm!

Rückblick Ende Mai

Auf dem Tennisplatz

Banou erntet wieder viel Bewunderung. Viele Hände wollen sie streicheln. Sie ist einfach nur lieb. Ganz lange liegt sie geduldig unter meinem Stuhl. Auch wenn ich mal kurz weggehe bleibt sie schön am Platz. Die Leute wundern sich. Später sitzen wir unter einem kleinen Dach. Ein gewaltiges Gewitter zieht auf und entlädt sich. Wir sitzen schön geduldig mit anderen Wartenden. Wieder Verwunderung über diesen tollen Hund. Der Regen wir immer stärker. Was tun? Wir werden auf jeden Fall naß, ob wir uns entscheiden zum Lokal oder zum Auto zu laufen. Ich entscheide mich für das Auto.
Die Heimfahrt war fürchterlich! Der Scheibenwischer war den Wassermassen fast nicht gewachsen. Die Straße hatte sich in einen Bach oder See verwandelt. Meine größte Sorge war irgendwo stecken zu bleiben. Banou ganz gelassen im Heck. Überall Geröllmassen auf der Straße. Die Feuerwehr ist unterwegs.
Endlich wird es hell am Horizont. Bei uns zu Hause ist zum Glück alles in Ordnung.

Die Sonnenabeterin

hat sich auf Grund der sommerlichen Temperaturen zu einer Schattensucherin entwickelt.

Gewitter

Wir haben seit Tagen schwüle sehr warme Luft. Es bahnt sich an und braut sich zusammen. In der Nacht von Donnerstag, 29. Mai auf Freitag entlädt sich alles. Es ist ein gewaltiges Gewitter. Das erste, das Banou in dieser Weise erlebt. Es kracht und scheppert. Es donnert ganz laut in direkter Nähe. Die Nacht wird von Blitzen hell erleuchtet. Banou liegt ruhig und gelassen da. Sie läßt sich kein bißchen aus der Ruhe bringen. Toller Hund.
Wir sollten an den darauf folgenden zwölf Tagen Gewitter bekommen. Was wir natürlich noch nicht wußten. Jeden Tag oder in der Nacht hat sich mindestens eines entladen. An manchen Tagen sind über Stunden mehrere Gewitter über uns hinweg gezogen. Banou lag gelassen im Garten und hat alles beobachtet.

Verkehrte Welt

Es sind große Veränderungen eingetreten. Morgens zu einer Zeit, zu der wir uns normal alle noch drei mal umdrehen, muß ich aufstehen. In Ausgehkleidung komme ich aus dem Bad. Banou ist verwirrt! Dauernd rennt sie zu meinen Laufschuhen. „Soll ich oder nicht?“ überlege ich mir.
„Nein das ist ab heute Papis Aufgabe. Wenn ich das anfange muß ich ja noch früher aufstehen. Banou ist es ja auch gar nicht gewohnt so früh zu gehen.“ Am zweiten Morgen das gleiche Spiel. Am dritten Tag ist Banou ganz gelassen. Sie weiß jetzt was läuft. Mama geht aus dem Haus und sie bleibt da. Keine Diskussion! Banou liegt ruhig in einer Ecke, wie immer wenn ich aus dem Hause gehe.

Begrüßung

Banou hat eine besondere Art ihre Lieben zu begrüßen. Sie schreit! Sie schreit lauthals und unübertrefflich!!! Es hört sich fast so an, als hätte ihr letztes Minütchen geschlagen. Vermutlich will sie uns damit sagen, wie fürchterlich es war, daß sie ohne ihr komplettes Rudel zu Hause bleiben musste. Nach der ersten Knuddelei leite ich zu einem Spiel über. Wir springen mit Gezerre und Hurra durch den Garten. Banou wird dabei ihre Energie los und ich freue mich an dem Anblick.

Katze und Igel

Katze war bisher etwas, das durch unseren Garten schleicht und etwas hinterläßt, wenn Banou nicht in Sicht ist. An anderer Stelle habe ich ja schon erzählt, daß sich neuerdings eine Katze in unserem Wäldchen aufhält. Sie raubt Banou den Verstand und mir das Verständnis.
Neulich Abends müssen drei Katzen in verschiedenen Revieren unterwegs gewesen sein. Mein Hund hatte diesen gewissen Scheuklappen-Blick, einen gewaltigen Drang und die Ohren auf Durchzug. Ich war ganz schön sauer! Nein, nicht auf Banou. Auf mich! Es ist mir einfach kein Gegenmittel eigefallen. Was auch immer ich versucht habe; gegen dieses fauchende, springende, vierfüßige Felltier hatte ich absolut keine Chance.
Kurz vor Ende der Runde: Banou schießt davon! Nein nicht schon wieder!!! Wenn die Katze auf die Straße läuft – und Banou hinterher!!!????
Zum Glück ist es keine Katze! Aber was ist es? Banou untersucht ganz interessiert das Unterholz. Sie gibt keine Ruhe, bis ihr der große Igel die Nase verstochen hat.

Veröffentlicht on Juni 5, 2008 at 7:01 Kommentare sind deaktiviert